Safari Reader: Lesemodus entblößt

Kommentare (6)

#1 von Fritz Weisshart am 19. Juni 2010

Schöne Zusammenfassung mit vielen Quellen. Danke. Vor allem die Frage, wie denn nun der Reader getriggert würde, hatte schon meine Neugierde geweckt. Und die von dir gefundenen Erklärungen scheinen schlüssig.

Zum Stichwort “entblößt” eine Anmerkung:
Full-quote RSS-Feeds machen das ja schon lange. Und werden von Vielen gern genutzt, weil auf diese Inhalte frei von Ballast genossen werden kann.
Der Unterschied liegt darin, dass im Falle des RSS-Feeds der Autor darüber entscheidet, was als Inhalt angeboten wird; Im Falle des Safari-Readers macht das ein undurchsichtiger Algorithmus, das Feature ist selbst auf ein und der selben Site mal verfügbar, mal nicht. Aber Überraschungen mag der Konsument von Webinhalten nicht. Für mich ist der Reader in der derzeitigen Form eine interessante Spielerei, mehr nicht.


#2 von Gerald, hyperkontext am 20. Juni 2010

@Fritz:
Der Algorithmus zum Triggern des Lesemodus ist fürwahr schleierhaft. Auch auf diesem Blog werden von der Länge und dem Aufbau ähnliche Artikel als solche erkannt, andere wieder nicht.

Wie du ja schon geschrieben hast: In der Form ist der Reader halt ein nettes Spielzeug, mehr nicht.


#3 von André am 30. Juni 2010

Zitat: “‘andrerseits sorgt diese Funktion aber auch dafür, dass die betreffende Website nicht in der vom Website-Betreiber gewünschten Form ausgeliefert wird’, wie PC-Welt schreibt [...]”

Damit ist das ganze Elend in einem Halbsatz erschöpfend erklärt. Dagegen hilft kein Reden. Das muss man einfach ignorieren. Die Hunde bellen, aber die Karawane zieht weiter. Wer nicht will, dass man seine Website “mit Text-Zoom kaputtmacht” (Zitat), der soll sie gefälligst unter http://localhost installieren und uns nicht weiter damit belästigen.

André


#4 von Gerald, hyperkontext am 01. Juli 2010

@André:
Vor einigen Jährchen verlangte ein Grafiker von mir, dass ich die Möglichkeit der Textvergrößerung im Browser auf “seiner” Website “verhindern” soll.

Was ich ihm anschließend als Feature zu erklären versuchte, sah er als eine Art unzulässigen Eingriff in sein Werk.
Der Mann kam übrigens ganz frisch aus der Ausbildung zum Mediendesigner.


#5 von VonFernSeher am 20. September 2010

Die Trennung von Inhalt und Form ist ein wesentliches Merkmal digitaler Medien

Das ist doch Blödsinn. Schreiben Sie meinetwegen, die Trennung von Inhalt und Form sei eine grundlegend für XML oder dass die Digitalisierung oftmals die Trennung erlaubt, wo sie vorher nicht möglich war. Aber zur Beschreibung eines digitalen Mediums ist die Trennung von Inhalt und Form weder notwendig noch hinreichend.


#6 von Gerald, hyperkontext am 20. September 2010

@FernSeher:
Sie haben natürlich recht. »Digitales Medium« in diesem Zusammenhang ist etwas simplifiziert.

Danke für diese Anmerkung.


Datum:
veröffentlicht am 19 Juni 2010, 18:42 MET
Artikel:
Safari Reader: Lesemodus entblößt [hyperkontext | Weblog]
Kurz-URL:
http://hyperkontext.at/s/265
Thema:
Webgestaltung, Ausgewählte Artikel 
Stichworte:
, ,  
Reaktionen:
Kommentare 6

Zum Artikel: Safari Reader: Lesemodus entblößt

Dieser Eintrag kann nicht mehr kommentiert werden.

Mögliche themenverwandte Artikel aus dem Weblog

Blättern (chronologisch)

älterer Artikel »
CSS :visited - Einschränkung der Gestaltung nach gestopftem Sicherheitsleck