- Datum:
- veröffentlicht am 19 Juni 2010, 18:42 MET
- Artikel:
- Safari Reader: Lesemodus entblößt [hyperkontext | Weblog]
- Kurz-URL:
- http://hyperkontext.at/s/265
- Thema:
- Webgestaltung, Ausgewählte Artikel
- Stichworte:
- benutzerfreundlich, Browser, Safari
- Reaktionen:
- Kommentare 6
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Safari Reader: Lesemodus entblößt
Kommentare (6)
Schöne Zusammenfassung mit vielen Quellen. Danke. Vor allem die Frage, wie denn nun der Reader getriggert würde, hatte schon meine Neugierde geweckt. Und die von dir gefundenen Erklärungen scheinen schlüssig.
Zum Stichwort “entblößt” eine Anmerkung:
Full-quote RSS-Feeds machen das ja schon lange. Und werden von Vielen gern genutzt, weil auf diese Inhalte frei von Ballast genossen werden kann.
Der Unterschied liegt darin, dass im Falle des RSS-Feeds der Autor darüber entscheidet, was als Inhalt angeboten wird; Im Falle des Safari-Readers macht das ein undurchsichtiger Algorithmus, das Feature ist selbst auf ein und der selben Site mal verfügbar, mal nicht. Aber Überraschungen mag der Konsument von Webinhalten nicht. Für mich ist der Reader in der derzeitigen Form eine interessante Spielerei, mehr nicht.
@Fritz:
Der Algorithmus zum Triggern des Lesemodus ist fürwahr schleierhaft. Auch auf diesem Blog werden von der Länge und dem Aufbau ähnliche Artikel als solche erkannt, andere wieder nicht.
Wie du ja schon geschrieben hast: In der Form ist der Reader halt ein nettes Spielzeug, mehr nicht.
Zitat: “‘andrerseits sorgt diese Funktion aber auch dafür, dass die betreffende Website nicht in der vom Website-Betreiber gewünschten Form ausgeliefert wird’, wie PC-Welt schreibt [...]”
Damit ist das ganze Elend in einem Halbsatz erschöpfend erklärt. Dagegen hilft kein Reden. Das muss man einfach ignorieren. Die Hunde bellen, aber die Karawane zieht weiter. Wer nicht will, dass man seine Website “mit Text-Zoom kaputtmacht” (Zitat), der soll sie gefälligst unter http://localhost installieren und uns nicht weiter damit belästigen.
André
@André:
Vor einigen Jährchen verlangte ein Grafiker von mir, dass ich die Möglichkeit der Textvergrößerung im Browser auf “seiner” Website “verhindern” soll.
Was ich ihm anschließend als Feature zu erklären versuchte, sah er als eine Art unzulässigen Eingriff in sein Werk.
Der Mann kam übrigens ganz frisch aus der Ausbildung zum Mediendesigner.
Das ist doch Blödsinn. Schreiben Sie meinetwegen, die Trennung von Inhalt und Form sei eine grundlegend für XML oder dass die Digitalisierung oftmals die Trennung erlaubt, wo sie vorher nicht möglich war. Aber zur Beschreibung eines digitalen Mediums ist die Trennung von Inhalt und Form weder notwendig noch hinreichend.
@FernSeher:
Sie haben natürlich recht. »Digitales Medium« in diesem Zusammenhang ist etwas simplifiziert.
Danke für diese Anmerkung.