Webstandards bei Ministerien und Landesseiten in Österreich
Montag, 30 Juli 2007 01:52 MET
Welche Kriterien zählen
Es zählt hier nicht die visuelle Aufbereitung der Informationsstruktur, der tatsächliche Informationswert oder Qualität und Aktualität der Informationsleistung.
In dieser Durchsicht geht es um die konsequente Einhaltung von Webstandards und barrierearme Zugänglichkeit der Seiten. Um logischen und semantischen Dokumentenaufbau, der auch von anderen Programmen und assistiven Ausgabegeräten erfasst und sinnvoll verarbeitet werden kann.
Konkret prüfe ich folgende vorhandene oder angewendete Punkte
- gültige Dokumententypdeklaration
- gültige Zeichendeklaration
- durchgängige Sprachauszeichnungen
- sinnvolle Semantik des Dokumentes.
Dazu zählen- sinnvolle Titelangaben
- vorhandene Seitenbeschreibungen
- korrekte Überschriftenordnung
- vorhandener bzw. sinnvoller Einsatz von geordneten, ungeordneten Listen und Definitionslisten
- logische Textauszeichnungen (Abkürzungen, Definitionen)
- Konsequente Trennung von Inhalt und Layout.
- Gültiger, schlanker und sinnvoller HTML (Hypertext Markup Language)-Code. Keine obligatorische Anwendung von Tabellen zum Layout.
- Validierung des HTML und CSS im Validierungsprogramm des W3C. Ich interpretiere das Ergebnis, da nicht jede Fehler- oder auch Erfolgsmeldung dieser Programme bedeutsam ist.
- Sinnhaftigkeit des HTML im Zusammenspiel mit CSS. Das heißt, dass nicht alle HTML-Elemente automatisch mit CSS-Klassen versehen werden, sondern die Möglichkeiten der Kaskade eines Stylesheets auch wirklich genutzt werden.
- Sinnvolle Anwendungsmöglichkeit der Schriftgrößenveränderung
- Sinnvolle Anwendung der alternativen Bildbeschreibungen. Das heißt, reine Dekorationsbilder werden nicht mit sinnlosem Alternativtext beschrieben und wichtige Bilder werden mit verständlicher Beschreibung versehen.
- Benutzung der Seiten auch ohne Java-Script und sonstigen Plugins.
- Sinnvoll benutzbar in einem Textbrowser, auch ohne eigene
Textversion
betreten zu müssen. - Auch ohne Maus benutzbar
- Jede Seite lässt sich sinnvoll ausdrucken. Das heißt, nicht die gesamte Bildschirmseite, sondern nur der relevante Text. Wenn das auch noch mit Hilfe eines Druck-Stylesheets geschieht und nicht extra vom CMS generiert wird, zeugt das umso mehr von Web-Kompetenz.
Da ich mich auf positive Beispiele beschränke und nur solche Sites beschreibe, die auch im Sinne von barrierearm und standardkonform derzeit praxistauglich sind, wird die Anzahl der Artikel in bescheidenem Rahmen bleiben.
Die Landeshauptstädte
Meine ursprüngliche Absicht, die Websites der österreichischen Landeshauptstädte näher zu prüfen, habe ich schnell verworfen. Es blieb genau eine – Wien –, die im Sinne von Standardkonformität und Zugänglichkeit einen genauen Blick wert ist. Alle anderen Sites der Landeshauptstädte bewegen sich in einem traurigen Spektrum von Leider Nein
bis zur barrierefreien Version gehts hier
. Mehr Kommentar gebe ich hierzu nicht ab.
Machen Sie sich selbst ein Bild:
Anmerkung: Diese Sites habe ich persönlich am 25. Juli 2007 angesehen. Zu einem anderen Zeitpunkt werden sich diese Seiten durchaus verändert haben. (Es bleibt bei einigen zumindest die Hoffnung.) Die Reihenfolge ist keine Wertung, sondern nur geografisch von West/Nord nach Ost/Süd.
- Bregenz
- Innsbruck
- Salzburg
- Klagenfurt
- Linz
- Graz
- St. Pölten
- Wien – Artikel
folgtlesen (10. August 2007) - Eisenstadt
Sites der Bundesländer
Da also Webstandards und Barrierefreiheit auf Websites der österreichischen Landeshauptstädte doch eine seltene Erscheinung ist, klapperte ich dann mal offizielle Seiten der Bundesländer ab. Da ja Wien sowohl Landeshauptstadt, als auch Bundesland ist, hatte ich ja schon mal eine. Eine zweite hervorragende Website ist die des Landes Burgenland.
Machen Sie sich selbst ein Bild:
Anmerkung: Diese Sites habe ich persönlich am 27. Juli 2007 angesehen. Zu einem anderen Zeitpunkt werden sich diese Seiten durchaus verändert haben. (Es bleibt bei einigen zumindest die Hoffnung.) Die Reihenfolge ist keine Wertung, sondern nur geografisch von West/Nord nach Ost/Süd.
- Vorarlberg
- Tirol
- Salzburg
- Kärnten
- Oberösterreich
- Steiermark
- Niederösterreich
- Wien – Artikel
folgtlesen (10. August 2007) - Burgenland – Artikel
folgtlesen (4. August 2007)
Die Ausbeute waren dann also einmal zwei Websites, die ich in die Serie aufnehmen werde.
Österreichische Ministerien
Drei Websites (rechne ich help.gv.at dazu) sind also etwas dürftig für eine Serie. Nun gut, ich klapperte also noch die österreichischen Ministerien ab.
Hierzu gibt es zu einem späteren Zeitpunkt noch einen Nachtrag. Eine Site wird auf jeden Fall beschrieben, bei drei anderen liegen Grenzfälle vor, die ich noch genauer prüfen muss.
Wenn ich den positiven Fall von vier oder fünf halbwegs positiven Sichtungen nach standardkonformen Websites der Ministerien zugrunde lege, ist dies bei einer Anzahl von 13 gerade mal ein trauriges Drittel.
Nachtrag vom 16. August 2007
Von zwölf Ministerien und dem Bundeskanzleramt ergibt sich derzeit leider ein trauriges Bild: Die einzige wirklich standardkonforme Website ist die des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur (BM:UKK).
- Liste aller Ministerien
- BM:UKK – Artikel lesen (vom 16. August 2007)
- Zusammenfassung und Beispiele von Grenzfällen und Kuriositäten – Artikel
folgtlesen (vom 27. August 2007)
- Abschnitt 1 von 1
Serie: Webstandards bei Ministerien und Landesseiten in Österreich
- Stichwort: Serie01 – Auflistung der Artikel dieser
laufendenbeendeten Serie
Externe Verweise dieses Artikels wurden zuletzt am 27. August 2007 auf Relevanz geprüft.
- Datum:
- veröffentlicht am 30 Juli 2007, 01:52 MET.
- Artikel:
- Webstandards bei Ministerien und Landesseiten in Österreich [hyperkontext | Weblog]
- Kurz-URL:
- http://hyperkontext.at/s/72
- Thema:
- Webgestaltung
- Stichworte:
- Behörden, Serie01, Serien, Webstandards
Dieser Artikel bezieht sich intern auf frühere Einträge:
- help.gv.at - wirklich für Alle vom 23. Juli 2007
Interne Bezugnahme von neueren Artikeln
- burgenland.at - macht Hoffnung auf behördliche standardkonforme Zukunft vom 4. August 2007
- wien.at - Webstandards und angewandte Barrierefreiheit vom 10. August 2007
- Zwölf österreichische Ministerien und ein Mal Webstandards vom 16. August 2007
- Kurioses und komisches auf Websites österreichischer Ministerien vom 27. August 2007
- Österreich: Website Bundeskanzleramt ist barrierefrei vom 10. Dezember 2007
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