Rezension: Little Boxes, Teil 2

Dienstag, 29 Januar 2008 23:54 MET

Thema:
Webgestaltung, Empfehlungen, Bücher  
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Rezension: Little Boxes, Teil 2 [hyperkontext | Weblog]
Bezugnahme 1

Little BoxesWebseiten gestalten mit CSS – ist nicht für Projekt-Heinis und andere Quatschköpfe geschrieben. Es ist für arbeitende und interessierte Menschen, die selbst Hand anlegen und auf vorhandenes Grundwissen aufbauen wollen.

Peter Müller transportiert mit seiner lockeren Art die Materie auf unterhaltsame Weise, ohne dabei abzulenken oder das Ziel aus den Augen zu verlieren.

Webseiten gestalten mit CSS – ein Arbeitsbuch

Ich finde es sehr wichtig, wenn Zusammenhänge aufgezeigt werden, welche die Grundlage zum Verständnis einer Materie bilden. Deswegen gefällt mir, wenn der Buchautor Peter Müller an verschiedenen Stellen – aber bereits auch in der Einführung – auf die essentielle Verzahnung von semantischem HTML (Hypertext Markup Language) und CSS (Cascading Style Sheets) hinweist und schreibt:

HTML ist wichtig, denn eine fehlerhafte HTML-Struktur können Sie später auch durch ein noch so aufwändiges CSS nicht wieder auffangen. Das ist wie mit den Zähnen und dem Zahnfleisch. Seite 23

Beim (noch) nicht so routinierten CSS-Ersteller wird dieses Werk nicht so schnell im Regal verschwinden und lange in Griffweite bleiben.

Es ist ein praxisnahes Buch, das mit konkreten Beispielen arbeitet und zum Probieren anstiftet. Jedes Beispiel befindet sich auch auf der beigelegten CD. Hier wird nicht geschwatzt, sondern gearbeitet. Hier ist kein Wort zu viel und keines zu wenig geschrieben.

Die Inhaltsübersicht von Little Boxes, Teil 2

  1. Einführung

    Hier werden die Grundlagen der Kaskade und damit die Selektoren von CSS erläutert. Die richtige Handhabung von Zeichensätzen, das Box-Modell und wichtige Kleinigkeiten, die zur Erstellung einer Site zu beachten sind.

    Anhand der Beispiel-Site, die sich wie ein roter Faden durch das Buch zieht, werden Stylesheets in Module geordnet und die Vorlage in Kopf-, Navigations-, Inhalts- und Fußbereich aufgeteilt.

  2. Navigation

    Hier finden sich einige praxistaugliche Beispiele zur Gestaltung von Navigationslisten, Schritt für Schritt erklärt.

  3. Inhalt

    Viele Möglichkeiten der Gestaltung und Auflockerung von Fließtexten werden hier in Beispielen präsentiert. Von der geeigneten Schriftart bis zur richtigen Zeilenhöhe, über Hinweisboxen, besondere Textauszeichnungen, Bildern im Fließtext und Aufzählungen, bis zur Gestaltung von Tabellen wird da kaum etwas ausgelassen.

  4. YAML

    Der allgemeinen Betrachtung von CSS-Frameworks und ganz speziell YAML (Yet Another Multicolumn Layout) sind siebzig Seiten gewidmet und bieten eine grundsolide Einführung in die Handhabung.

  5. Werkzeug

    Hier zeigt der Autor, wie mit Sie mit Firebug – Erweiterung für den Firefox-BrowserWebsites zielgerichtet testen können und wie Sie verschiedene Versionen vom Internet Explorer auf einem PC installieren können.

Bis auf wenige Ausnahmen ist es egal, an welcher Stelle Sie in das 400 Seiten füllende Werk einsteigen: Alles ist in kleinen Häppchen aufbereitet.

Der Ton in den Seiten macht Mehrwert

An jeder Stelle finden sich wertvolle Tipps und Beispiele, deren Zusammenhang jeweils auf wenige Seiten komprimiert ist und damit überschaubar bleibt. Zudem wird jedes Kapitel mit einer Zusammenfassung der wesentlichsten Punkte abgeschlossen.

Peter Müller transportiert mit seiner lockeren Art die Materie auf unterhaltsame Weise, ohne dabei abzulenken oder das Ziel aus den Augen zu verlieren.

Wenn Sie ein gezeigtes Beispiel oder Thema vertiefen wollen, dann finden Sie überall entsprechende Verweise auf Blogs und digitale Quellen. Natürlich gibt es auch eine Website zum Buch, wo Sie Berichtigungen, Downloads oder auch aktuellere Verlinkungen zu einem Kapitel finden.

So wird das Buch nicht zur gedruckten Insel und Sie können auf Wunsch den Kontext – bei vorhandenem Internetzugang – sofort herstellen.

Warum nicht gleich online?

Letztendlich wäre das Buch sehr geeignet für eine parallele kostenlose HTML-Version. Das wäre doch einen Versuch wert.

Einige Beispiele aus der jüngsten Vergangenheit zeigen nämlich, dass der Verkauf der gedruckten Ausgabe mit einem gleichzeitigen kostenlosen HTML-Exemplar keinesfalls leidet, sondern eher sogar den Umsatz des Druckwerkes steigert.

Die Zielgruppe

Das zweite Buch dieser Serie (vielleicht gibt es ja noch ein drittes), Little BoxesWebseiten gestalten mit CSS, ist nicht für Projekt-Heinis und andere Quatschköpfe geschrieben. Es ist für arbeitende und interessierte Menschen, die selbst Hand anlegen und auf vorhandenes Grundwissen aufbauen wollen.

Wer dieses Buch lesen sollte

  • Sie haben Grundkenntnisse in CSS, wollen Ihr Wissen erweitern und suchen praxisnahe und solide Routinen für den Alltagsgebrauch.
  • Sie mögen keine dicken Wälzer mit Referenzlisten.
  • Sie wollen Beispiele sehen, herumprobieren und sofort eigene Experimente starten. Mit der beigefügten CD können Sie mitprobieren und mit den reichlichen Quellenangaben gleich im Internet weiter das Thema vertiefen. Weiters wäre für Sie dann vielleicht noch das eigens erhältliche Video-Training interessant.
  • Sie wollen endlich auch wissen, was es mit der Zeichenkodierung auf sich hat und wo Ursachen für Probleme mit der Zeichendarstellung liegen.
  • Sie dachten auch schon öfter an den Einsatz eines CSS-Frameworks, aber wollten keine neuen Dokumentationen durchwälzen und schieben es immer wieder auf. Die Lösung: Peter Müller erklärt Ihnen YAML auf seine lockere Art und zeigt Ihnen, ob sich der Einsatz für Sie lohnen würde.
  • Sie legen Wert auf zeitgemäße Kommunikation. Sie wollen vom Autor mehr wissen oder ihn noch etwas fragen? Sie wollen Berichtigungen zum Buch zeitnah erfassen? Peter Müller führt für diese Buchserie eine eigene Site und schon lange ein persönliches Blog.

Für wen dieses Buch nicht geeignet ist

  • Sie arbeiten täglich mit CSS. Sie haben eine bewährte Arbeitsroutine und Sie kennen die Hürden und die dazugehörigen Workarounds.
  • Sie arbeiten als Web-Programmierer und halten Webstandards, HTML und CSS für eine Kinderei, die kein Fachwissen braucht.
  • Sie arbeiten als Frontend-Designer und verstehen nicht, wozu Sie HTML und CSS brauchen sollten.
  • Sie kennen CSS als Schlagwort und wollen es endlich lernen. Dann sind sie wohl beim ersten Teil von Little Boxes besser aufgehoben.
  • Sie können mit den Aussagen Semantik in HTML oder HTML ist eine Textauszeichnungssprache nichts anfangen. Dann sind Sie ziemlich sicher auch erst einmal mit dem ersten Teil von Little Boxes oder einer kompetenten Einführung in HTML besser bedient.
Abschnitt 1 von 1

Update

Daten zum Buch

Little Boxes, Teil 2
Webseiten gestalten mit CSS. Navigation, Inhalte, YAML und mehr.
ISBN-10:
3827243076
Autor(en):
Peter Müller
Weitere Daten:
Markt+Technik, 1. Auflage, 28. November 2007.
Sonstige Infos:
Website zur Buchserie, Blog des Autors.

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Datum:
veröffentlicht am 29 Januar 2008, 23:54 MET.
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