Rezension: CSS-Praxis (5. Auflage)

Mittwoch, 15 Oktober 2008 13:39 MET

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Webgestaltung, Empfehlungen, Bücher  
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Rezension: CSS-Praxis (5. Auflage) [hyperkontext | Weblog]

Das Handbuch für Anfänger bis zum Profi. Dieses bewährte Kompendium ist nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern führt auch umfassend in die Grundlagen und wichtigen Belange im Umgang mit CSS (Cascading Stylesheets) ein.

Eine Mischung, die ich nicht mehr missen will. Bei mir liegt seit vielen Jahren CSS-Praxis – in der nunmehr fünften aktualisierten Auflage – immer in Griffweite.

Die Geschichte des Buches

Wahrscheinlich schon als Klassiker zu bezeichnen, erschien die erste Auflage im November 2002. Damaliger Umfang: rund 470 Seiten. Im Juli 2008 erschien die nunmehr fünfte aktualisierte Auflage mit mittlerweile rund 770 Seiten.

Das Thema wurde umfangreicher und CSS zum unabdingbaren Handwerk für Webentwickler. Das war nicht immer so. Bis ins Jahr 2005 wurde mir erzählt, dass sogar in Kursen für Webgestaltung (zum Beispiel vom Arbeitsmarkt-Service) von manchen Lehrenden CSS als unnötiger Klamauk kommentiert wurde.

Befasste sich der Autor in der ersten Auflage auch noch damit, Netscape4 ein paar grundlegende CSS-Befehle ohne Absturz interpretieren zu lassen, wurde diese Auflage von solch obsoleten Abschnitten gereinigt und dafür unter anderem auch ein umfangreiches Kapitel für mobile Ausgabegeräte eingefügt.

Mein persönlicher Zugang

Damals – 2002 – war es wohl eines der ersten deutschsprachigen Nachschlagewerke. Der Einsatz von CSS für Positionierungen war aufgrund der unzureichenden Unterstützung von – aus heutiger Sicht – antiken Programmen, wie Netscape4 und IE5, umstritten und thematisiert.

Zu dieser Zeit war ich zwar kein purer Anfänger, aber das Buch sensibilisierte und lehrte mich vor allem die barrierefreie Umsetzung von Websites, eröffnete mir Schritt für Schritt die ganze Welt von CSS und diente mir als wertvolle Referenz.

Eine Mischung, die ich nicht mehr missen will.

Mittlerweile wurde das Buch über die Jahre zu einer Art Wegbegleiter – über die dritte und nunmehr fünfte Auflage – und liegt bei mir fast ständig in Armlänge griffbereit.

Es ist vor allem immer wieder Inspirationsquelle zum tiefergründigen Nachdenken, Probieren und Recherchieren, in Verbindung mit einer fundierten und ausführlichen CSS-Referenz. Offenbar bin ich nicht der einzige mit diesem Zugang:

Kai Laborenz schreibt aus der Praxis, und so ist dieses Buch sowohl ein Leitfaden als auch ein Arbeitsbuch und eine Referenz zugleich. Manuela Hoffmann, Fachgutachterin (Seite 19)

Aufbau der 5. Auflage und Inhalte

  1. Einführung

    Hier wird nicht nur grundlegend in die Thematik eingeführt und die Geschichte von CSS erzählt. Hier wird auch puren Anfängern erklärt, warum CSS überhaupt sinnvoll ist und damit das Basiskonzept moderner Webgestaltung umgesetzt wird.

    Um die Voraussetzungen für gute CSS-Implementierungen zu schaffen, wird auch die Notwendigkeit von modernem (X)HTML und die Verzahnung mit XML kurz angerissen.

  2. Grundlegende Konzepte

    Wer zum Beispiel die Grundlagen der Vererbung und Rangfolge nicht beherrscht, wird das Konzept der Sprache nie wirklich verstehen. CSS-Dateien werden dann umständlich aufgebaut und für andere kaum nachvollziehbar. Fehlersuche in eigenen Dateien wird zur stundenlangen Qual und Frustration führen.

    Gerade Anfänger sollten diesen Teil deswegen gut durcharbeiten. Aber auch für Profis sind die Abhandlungen über Medientypen, dem Einbinden alternativer Stylesheets und der Wirkung des Kaskadenmodells auf bestimmte Konstellationen eine immer wieder aufgesuchte Quelle.

  3. CSS und Anzeigegeräte

    Alles was Sie über Browser, Browserbugs, Browserweichen und mobile Ausgaberäte im Zusammenhang mit dem Einsatz von CSS wissen sollten. Selbst die Gestaltung von E-Mails wird auf rund 25 Seiten ausführlich erörtert.

  4. CSS in der Praxis

    Über knapp 400 Seiten erstreckt sich der ausführlichste Teil des Buches, in dem es dann zur Sache geht:

    1. Strategien für den CSS-Designer (ab Seite 197) beschreibt die Wichtigkeit der Einhaltung von Webstandards, Entwurfsverfahren (Prototypen) und Möglichkeiten der Struktur von Stylesheets in einem größeren Projekt.

    2. Layout mit CSS (ab Seite 225) – hier werden ausführlich Positionierung und grundlegende Layoutvarianten mit anschaulichen Beispielen beschrieben; CSS-Frameworks vorgestellt und diskutiert.

    3. Styling mit CSS (ab Seite 325) – hier geht es ums Detail: Typografie, gestalten von Navigationen, Formularen und Bildergalerien. Auch Konzepte und Anleitungen für Styleswitcher – umschalten zwischen verschiedenen Layouts – werden vorgestellt.

    4. Suchmaschinenoptimierung mit CSS (ab Seite 419) erklärt und zeigt die Wichtigkeit von schlankem HTML.

    5. Zugängliche und benutzbare Websites mit CSS (ab Seite 425) beschreibt sowohl Aspekte und Hinweise zu gesetzlichen Vorgaben für barrierefreie Websites, als auch konkret die Gestaltung von nicht sichtbaren Sprungmarken oder Auszeichnungen von Hyperlinks.

    6. AJAX, JavaScript und CSS (ab Seite 437) beschreibt an einem kurzen Beispiel die Anwendung von CSS in Verbindung mit JavaScript.

    7. CSS deconstructed (ab Seite 445) zerlegt, analysiert und diskutiert die Stylesheets von Einfach für Alle und Lycos-Deutschland. Zusätzlich wird ein komplettes Layout für den CSS-Zen-Garden Schritt für Schritt entworfen.

    8. Werkzeuge für CSS (ab Seite 531) beschreibt einige CSS-Editoren, nützliche Analysewerkzeuge und Hilfsmittel.

  5. CSS-Referenz mit handlicher Referenzkarte zur Browserunterstützung

    Die komplette und ausführliche Referenz zu allen CSS-Elementen, jeweils mit Beschreibung, Standardwert, Vererbung, Beispiel und Kompatibilität zu gängigen Browsern. Unentbehrliche Quelle zum Nachschlagen.

Hinzu kommt noch eine DVD, die alle Beispiele und Quellcodes aus dem Buch enthält. Weiters Referenzdokumente, Software, das HTML-Kompendium von selfhtml.org und ein Videotraining und Vorträge zu den CSS-Frameworks YAML und YUI-Grids. Die Website zum Buch bezieht sich derzeit allerdings nur auf die vierte Auflage.

Besonderheiten aus meiner Sicht

Auch wenn sich das Buch mit CSS auf einen einzigen Teil – aber wohl einen der wichtigsten – der Webgestaltung konzentriert, ist allein dieses Thema schon so umfangreich geworden, dass das Abschweifen zu Randbereichen und ganzheitlichen Aspekten nicht zu vermeiden ist. Der Autor, Kai Laborenz, schafft es aber hervorragend, ein Randthema mit dem ausgewogenen Maß nur so weit zu vertiefen, dass es zur Verständlichkeit der Kernthematik, also der Cascading Stylesheets, beiträgt.

Mit ausführlichen Beispielen und hilfreichen Erklärungen lässt uns der Autor nicht im Regen stehen.

Nach wie vor finde ich die ausführliche CSS-Referenz äußerst nützlich, da zu jedem Element immer mindestens ein Syntax-Beispiel die Sache verständlicher macht. Gleich darunter wird angezeigt, welche Browser das unterstützen. Deswegen habe ich mich wahrscheinlich an das Buch seit vielen Jahren gewöhnt, weil dieses praktische Format seit der ersten Auflage beibehalten wurde.

Übersichtliche tabellarische Auflistungen an den richtigen Stellen lassen Informationen schnell finden oder miteinander vergleichen.

Die neu hinzugekommene Thematisierung von Mobiltelefonen und PDAs ist eine wertvolle Bereicherung und bietet auf 16 Seiten Informationen mit grundlegenden Handlungsanleitungen.

Auch wenn mobiles Webdesign mehr ist, als nur die Inhalte auf das Display zu quetschen, so spielen Cascading Stylesheets bei der Mobilisierung der Website eine große Rolle. Seite 143

In diesem Zusammenhang verweise ich auch gerne auf das umfangreiche Kompendium von Manuel Bieh in meiner Leseliste, Mobiles Webdesign.

Fazit: Das Handbuch für Anfänger bis zum Profi

Dieses bewährte Kompendium ist nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern führt auch umfassend in die Grundlagen und wichtigen Belange im Umgang mit CSS ein.

Alles was Sie über CSS wissen sollten.

Für Anfänger: Mit den Grundlagen wird sachte an die Thematik herangeführt, die umfangreichen Beispiele an konkreten Projekten geben nachvollziehbare Einblicke in die Praxis und die ausführliche Referenz beantwortet für lange Zeit die immer wieder auftretenden Fragen.

Für Fortgeschrittene und Profis: Alle die mit CSS zu tun haben sollten neben den unzähligen Online-Ressourcen auch mindestens ein gedrucktes Handbuch besitzen. Es ist bloß eine Geschmacksfrage, welches Nachschlagewerk wir uns anschaffen. Bei mir liegt seit vielen Jahren CSS-Praxis – in der nunmehr fünften aktualisierten Auflage – immer in Griffweite.

Abschnitt 1 von 1

Daten zum Buch

CSS-Praxis
Das umfassende Handbuch
ISBN-10:
3836211343
Autor(en):
Kai Laborenz
Weitere Daten:
Galileo Press, 5. aktualisierte und erweiterte Auflage, Juli 2008

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Datum:
veröffentlicht am 15 Oktober 2008, 13:39 MET.
Artikel:
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