Oktober 2011 im Kontext
Samstag, 10 Dezember 2011 13:53 MET
Webgestaltung im Oktober 2011
Besonders im Web sind Metaphern zu Print oftmals eine Gratwanderung zwischen anachronistischer Einfallslosigkeit und anregendem Erlebnis. Hier wird dieser Zwiespalt recht spannend ausgeleuchtet: The Metaphors Breaking The Future.
Bilder zu Schlagzeilen sollten bei visueller Betrachtung so angelegt sein, dass das Auge im Regelfall zuerst auf den Text fokussiert. Anschließend wird das dazugehörige Bild sinnerfassender wahrgenommen, will uns dieser Beitrag sagen: Why Headlines Attract More User Attention Than Images.
Es gibt viele Listen zu dem Thema, diese vier Tipps find ich jedoch recht originell: Lorem websum – die besten Blindtexte und Platzhalter.
Weitere Linktipps im Schnelldurchgang
Web-Accessibility
- JAWS, IE and Headings in HTML5 [Accessible Culture]
- Roger Johansson deckt wieder auf:
Using display:table has semantic effects in some screen readers - Barrierefreiheit auch für dynamische Seiten – mit HTML5 und ARIA [t3n]
- WCAG 2 und die reine Textvergrößerung [Sylvia Egger]
CSS (Cascading Style Sheets)
- An introduction to CSS pseudo-element hacks [Nicolas Gallagher]
- CSS3: Größe beliebiger Elemente ändern [perun.net]
- Neu ins Leben gerufene Dokumentation:
CSS-Wiki.com
Wenn der Staatstrojaner zweimal klingelt
Nicht zum ersten Mal stelle ich deprimiert fest, dass wir staatlichen Einrichtungen bereits in der Regel Perfidie unterstellen müssen und wir gerade auf der Autobahn in den Überwachungsstaat fahren.
Ich war daher überhaupt nicht überrascht, als der Chaos-Computer-Club den haasträubend desaströsen sogenannten Staatstrojaner aufdeckte, der gleich alles miträumt was zum Aufsammeln geht und zusätzlich der missbräuchlichen Verwendung Vorschub leistet. Das alles in Händen meist unterbezahlter Profischnüffler. Mit Sicherheit lässt sich sagen, dass dies nur der Anfang von vielen weiteren Skandalen dieser Art sein wird.
Die Frage, wem wir denn heute noch trauen können – so sympathisch ich die Antwort in dem Beitrag finde –, lässt sich leider auch anders beantworten.
Wir haben es nämlich immer öfter mit Ferngesteuerten zu tun.
Ich traue keinen
- Bürokraten, die gleich mal auf Vorrat von allen Bürgern gespeicherte Verbindungsdaten mitunter in Bausch und Bogen auswerten.
- Beamten, die nach eigenem Gutdünken dilettantisch programmierte Schnüffelsoftware einsetzen.
- Institutionen, die selbst nach einem offengelegten Loch weitermachen, als wenn nichts gewesen wäre.
Hinzu kommt, dass Bürokratien und Machtapparate durch Digitalisierung zunehmend in die Lage versetzt werden, mit wenig Personal die latenten beziehungsweise systemimmanenten Kontroll- und Allmachtsfantasien ungeniert auszuleben.
Ich glaube, wir befinden uns bereits an dem kritischen Punkt, den Juli Zeh und Ilija Trojanow in ihrem Buch sehr treffend formulieren:
Niemand kann mit Sicherheit sagen, wann eine Demokratie untergeht, wann ein Rechtsstaat zur leeren Hülle verkommt. Angriff auf die Freiheit
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- Datum:
- veröffentlicht am 10 Dezember 2011, 13:53 MET.
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- Empfehlungen
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- barrierearm, CSS, Datenschutz, Politik
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