Mit Little Boxes Buchautor Peter M. Müller im Gespräch
Samstag, 23 Mai 2009 09:46 MET
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- Kommentare 2, Bezugnahme 4
Zur Zukunft von Little Boxes und Büchern allgemein
Aktualisierte und erweiterte Neuauflage
Im Buchhandel erhältlich ab Juni 2009
Ursprünglich im Eigenverlag herausgegeben, wurde diese Version von Little Boxes (heute Teil 1) ein Erfolg. Peter Müller bekam dann von einigen Verlagen Angebote und entschied sich später letztendlich für den klassischen Verlagsweg.
Der Werdegang wurde wird vom Autor auf der Website zur Buchreihe damals (Oktober 2006) umfassend aufbereitet:
Dann erst wurde aus dem Buch Little Boxes eine Buchreihe. Das ursprüngliche Werk wurde Teil 1 als Ende 2007 Teil 2 hinzukam und im Herbst 2008 erschien dann noch Teil 0 – Was Sie wissen sollten, bevor Sie eine Website bauen (lassen).
Siehe auch meine Buchrezensionen:
- Rezension: Little Boxes, Teil 2 vom 29. Januar 2008
- Rezension: Little Boxes, Teil 0 vom 15. Dezember 2008
- (eingefügt 2009-08-01)
Buchrezension: Little Boxes, Teil 1 (2. Auflage) vom 31. Juli 2009
- #1 hyperkontext
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In wenigen Tagen [Zeitpunkt der Frage war Ende März 2009] stellst Du zur Buchreihe Little Boxes den aktualisierten und erweiterten Teil 1 fertig.
Welche Themen umfasst der erweiterte Teil 1 und wie viele Seiten werden das mehr sein?
- #1.1 Peter
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Zunächst bekommt das Buch einen etwas veränderten Untertitel:
Webseiten gestalten mit HTML und CSS
.Ohne HTML [Hypertext Markup Language] gibt es kein CSS [Cascading Style Sheets] und somit muss ein CSS-Grundlagenbuch meines Erachtens damit beginnen, wie HTML und CSS zusammenspielen, denn genau das begreifen viele Einsteiger nicht. HTML erstellt am Bildschirm rechteckige Kästchen, die per CSS gestaltet und positioniert werden. Deswegen heißt das Buch ja
Little Boxes
.Da einige Leser sich über den HTML-Crashkurs am Beginn des Buches gewundert haben, ist das jetzt im Untertitel mit drin.
- Inhalt
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Inhaltlich werden hauptsächlich die Erfahrungen aus zwei Jahren Seminaren und viele Leseranregungen in das Buch eingearbeitet. In den ersten drei Abschnitten (Intro, HTML-Crashkurs, CSS-Grundlagen) werden die vorhandenen Inhalte noch deutlicher strukturiert und formuliert. Das Resultat ist ein besserer Lese- und Lernfluss.
Little Boxes im Windkanal sozusagen.
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Tabellen: In der 2007er-Ausgabe werden HTML-Tabellen am Ende von Kapitel 3 kurz erwähnt, aber tauchen bei der CSS-Gestaltung nicht mehr auf. In der neuen Ausgabe wird eine einfache Tabellengestaltung mit drin sein.
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Float und Clear: Die Float-Geschichte wird entzerrt und besonders der Abschnitt mit dem Clearen deutlicher und inklusive
Easy Clearing
. Außerdem wird eine Übersicht und Empfehlung enthalten sein, wann welche Clearing-Methode benutzt werden sollte. -
CSS-Layouts: Die Entwicklung ist nicht stehen geblieben und vor zwei bis drei Jahren gängige Techniken (wie
font-size: 62,5%als Basis fürem-Layouts) sind heute nicht mehr aktuell, sodass der Abschnitt zu CSS-Layouts komplett überarbeitet und gerade für Einsteiger logischer und zielgerichteter sein wird.Bei den Layouts mit festen Pixelbreiten gibt es am Ende jeden Abschnitts jeweils ein fertiges, so einsetzbares Layout (2spaltig und 3spaltig) und im Kapitel zu flexiblen Layouts stelle ich unter anderem das Prinzip der
DIV-Dopplung für Inhaltscontainer vor, was die Sache bei Layouts ohne feste Pixelbreiten vereinfacht. Damit wird dann ein stabiles, flexibles Layout auf der Basis vonfloatundmarginerstellt.
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- Ausstattung
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Es wird wahrscheinlich eine leichte Erhöhung der Seitenzahl geben (350 sind anvisiert) und das Buch wird eine verbesserte Ausstattung erhalten.
So gibt es auf Wunsch zahlreicher Leser eine Buch-CD, auf der die wichtigsten, im Buch vorgestellten Tools, einige Ausschnitte aus den Videotrainings und vor allem die Beispieldateien enthalten sein werden.
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Die Beispieldateien sind kapitelweise geordnet und bestehen für jeden Abschnitt aus den Ordnern
basis
undfertig
, sodass der Leser wirklich an jeder beliebigen Stelle einsteigen kann. -
Irgendwo will ich auch noch Kurzreferenzen (Cheatsheets) zu HTML und CSS unterbringen, auf der die häufigsten Elemente, Attribute und Eigenschaften aufgelistet werden, wahrscheinlich auf den Cover-Innenseiten. Mal sehen und auf die Rückseite der Einlegekarte soll auch noch was drauf.
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- Inhalt
- #2 hyperkontext
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Ich habe aufgeschnappt, dass Du bereits das vierte Buch, also Teil 3, zu Little Boxes planst oder sogar schon dran schreibst.
Die LeserInnen meines Blogs sind sehr neugierig. Du kannst nun heftig dementieren oder uns verraten, was wir da zu lesen bekommen werden.
- #2.1 Peter
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Den Plan gibt es, auch schon länger.
Geschrieben ist noch nichts und ein Projekt mit dem Verlag ist auch noch nicht besprochen.
Angedacht ist ein Teil 3 mit dem Untertitel,
Jenseits des Webservers
:- Webserver (mit .htaccess, Unix-Dateirechte wie 777, et cetera).
- Crashkurse in PHP und MySQL (Relationale Datenbank).
Die Themenwahl ist noch lange nicht abgeschlossen, aber es wird keine klassische PHP-Einführung werden, sondern mehr so, dass man auf der Serverseite
geländegängig
wird – wie wir das in Seminaren meist nennen – und versteht, was da abgeht.Ob das aber in diesem Jahr noch umgesetzt wird, weiß ich nicht. Es gibt noch jede Menge andere Ideen ...
- #2.2 hyperkontext
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Ist etwas von diesen
anderen Ideen
so weit gediehen, dass Du es hier schon ansprechen möchtest? - #2.3 Peter
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Little Boxes 1 goes online.
Im Sommer habe ich geplant, Little Boxes 1 online zu stellen, sodass man es
unter little-boxes.infoim Web kostenlos lesen kann.[Update (2009-10-16):
Little Boxes Teil 1 kostenlos online lesen.]Ähnlich wie Michael Jendryschik (Einführung in XHTML, CSS und Webdesign) oder Dirk Jesse (YAML-Dokumentation) das mit ihren Dokus gemacht haben. Die Genehmigung vom Verlag ist da, geplant habe ich das schon länger, aber es ist halt viel Arbeit ...
Als CMS wird dabei voraussichtlich TYPOlight von Leo Feyer zum Einsatz kommen. Das habe ich Ende letzten Jahres ausführlich getestet. Für hierarchische, seitenbasierte Inhalte ist das ein Klasse-System. Und ein Buch ist ziemlich hierarchisch und seitenbasiert.
Übrigens gibt es die Little Boxes-Reihe auch als E-Book im Online-Shop von Markt+Technik.
Peter M. Müller über Zukunft von Büchern
- #3 hyperkontext
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Die Geschichte zu Little Boxes als Book-On-Demand können wir – wie eingangs dieses Abschnittes erwähnt – in Deinem Blog nachlesen. Auch im Buch Geld 2.0 (Vladimir Simovic, Christopher Meil) hast Du einiges über diese Erfahrungen in einem Interview erzählt. Mittlerweile läuft Deine Buchreihe über einen Verlag.
Würdest Du aus heutiger Sicht – und mit Deinen Erfahrungen ausgestattet – wieder etwas im Eigenverlag herausbringen?
- #3.1 Peter
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Ja. Unbedingt.
Die Zusammenarbeit mit Pearson (Markt+Technik) allgemein und mit meinem Lektor Boris Karnikowski im besonderen ist sehr angenehm.
Little Boxes bleibt bei Pearson, aber gerade zu web-affinen Themen könnte ich mir durchaus vorstellen, auch mal wieder etwas ohne klassischen Verlag zu veröffentlichen. Abwarten.
- #3.2 hyperkontext
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Meinst Du mit
ohne klassischen Verlag
eine Kombination aus kostenloser HTML-Version im Web und Verkauf als E-Book und Print oder bleibst Du dann bei ausschließlich gedruckter Version? - #3.3 Peter
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Ich meine in erster Linie die On Demand-Schiene für den Printbereich, aber andere Medien wie E-Book und Webversion sind natürlich auch interessant.
- #4 hyperkontext
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Das Verlagswesen steht meiner Ansicht nach an einem epochalen Wendepunkt und scheint aus den Erfahrungen der Musikindustrie nichts zu lernen.
Du hast in der
alten Welt
Dein publizistisches Handwerk gelernt, bist in dervirtuellen
als Buchautor bekannt geworden und wirst mittlerweile von denalten Hasen
vermarktet.Wie siehst Du, der zwischen den Welten pendelt, Deine Zukunft als Publizist? Wie wird dieser Markt in zehn Jahren aussehen?
- #4.1 Peter
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Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung. Vor drei Jahren probierte ich die On-Demand-Geschichte mit Little Boxes 1 und kann mir gut vorstellen, dass das nicht das letzte Mal war.
Die Entstehung des Webs als Massenmedium habe ich ja bewusst miterlebt. Im Gegensatz zu Fernsehen, da war ich noch recht jung.
Wenn ich zurückblicke, was in den letzten 15 Jahren alles passiert ist, dann habe ich echt keine Ahnung, was in den nächsten zehn Jahren noch alles passiert. Ob es dann noch Bücher aus Papier gibt? Ich denke schon.
Aber vor zehn Jahren stand bei Galeria Kaufhof noch eine ganze Regalwand voller Fachbücher, heute stehen im selben Regal fast nur noch Spiele und Software.
Wie ich im Making of auf little-boxes.de geschrieben habe, erwirbt ein Verleger das Nutzungsrecht an einem Manuskript und gibt dann Geld aus, um daraus ein Buch zu machen: Er finanziert die Herstellung (Lektorat, Layout, Druck) und übernimmt anschließend Werbung und Vertrieb.
Diese Rolle wird sich durch die Digitalisierung in den nächsten Jahren ziemlich sicher ändern.
Der Ex-Chef, von Eichborn, hat in einem Interview auf Bod.de mal gesagt, dass er sich vorstellen könnte, dass in ein paar Jahren in einem Buchladen eine kleine Maschine steht, die einem das gewünschte Buch direkt auf Knopfdruck fertig macht. Books-on-Demand instantly sozusagen. Halte ich durchaus für möglich.
Irgendwas muss mit dem Copyright passieren
Creative Commons erscheint mir ein vernünftiger Ansatz, den ich sympathisch finde und unterstütze.
Die klassische Variante lässt sich schlicht und einfach nicht mehr durchsetzen. Das ist doch illusorisch. Das Substantiv
Copyright
wird immer mehr zum Verb (copy right
). Und ich sehe die Sache zwiespältig.Über Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit hat Walter Benjamin schon 1935/36 geschrieben, und der wusste noch nichts von digitalen Kopien.
Das Videotraining zu Little Boxes gibt es massenhaft als
kostenlosen Download
, aber muss man den Leuten deswegen gleich ein Verfahren machen? Ich habe doch auch kopierte CDs im Auto. Siehe auch meinen Blogbeitrag, And its okay to steal cause its so nice to share. - #5 hyperkontext
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Glaubst Du, dass Buchlesen auf mobilen digitalen Lesegeräten zum Massenphänomen wird und das gedruckte Buch nur mehr Nischen bedienen wird (analog zur Geschichte Schallplatte - CD - MP3/4)?
- #5.1 Peter
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Ich denke, beide haben ihre Berechtigung, vielleicht wird das mehr eine friedliche Ko-Existenz wie Kino und TV.
Es wird von der Qualität der Lesegeräte abhängen. Die wiederum setzt sich zusammen aus der Qualität des Bildschirmes und der Usability.
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Wenn ich für Fachbücher nicht immer gleich einen Extrakoffer mitschleppen müsste, sondern nur ein Lesegerät, das hätte schon was. Und man könnte mit der Hintergrundbeleuchtung des Gerätes im Bett lesen, ohne den Partner mit dem Licht der Leselampe wach zu halten.
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Auf der anderen Seite ist das Lesen eines Buches ja auch ein haptisches Erlebnis und gerade Fachbücher sehen bei mir nach dem Lesen immer aus wie ein Malbuch (Kommentare, Unterstreichungen, Hervorhebungen). Außerdem wäre das noch ein Netzteil mehr, dass ich mit rumschleppen muss.
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Weitere Verweise zum Thema
- infotekten.de – Das Weblog vom Buchautor Peter Müller
- little-boxes.de – Website und Blog zur Buchreihe
- groningen-info.de – Deutschsprachige Informationen über die Stadt Groningen (Niederlande). Hobbyprojekt von Peter M. Müller über seine Wahlheimat.
- Rezension: Little Boxes, Teil 2 vom 29. Januar 2008
- Rezension: Little Boxes, Teil 0 vom 15. Dezember 2008
- (eingefügt 2009-08-01)
Buchrezension: Little Boxes, Teil 1 (2. Auflage) vom 31. Juli 2009
- Datum:
- veröffentlicht am 23 Mai 2009, 09:46 MET.
- Artikel:
- Mit Little Boxes Buchautor Peter M. Müller im Gespräch [hyperkontext | Weblog]
- Kurz-URL:
- http://hyperkontext.at/s/205
- Thema:
- Webgestaltung, Kommunikation
- Stichworte:
- Buchautor, CSS, Internet, Interview, Little Boxes, schreiben, Webentwicklung
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