Mit Little Boxes Buchautor Peter M. Müller im Gespräch
Samstag, 23 Mai 2009 09:46 MET
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- Mit Little Boxes Buchautor Peter M. Müller im Gespräch [hyperkontext | Weblog]
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Einleitung und Zusammenfassung
Es war Teil 2 von Little Boxes, den ich zur Weihnachtszeit 2007 in einer Buchhandlung eher gelangweilt in die Hand nahm und durchblätterte. Ein weiteres Buch über Cascading Style Sheets (CSS) brauchte und suchte ich denn gerade wirklich nicht.
Eher war es mein schon obligater Griff im Buchladen zu Dingen über Web-Dinge
zwischen zwei Buchdeckel, in denen ich noch nicht geblättert hatte.
Wow
, dachte ich während des Blätterns, der Typ bringt das Thema echt cool rüber
.
Ich setzte mich auf einen freien Stuhl im Laden und begann genauer zu lesen, obwohl der fachliche Aspekt mir keine wesentlich neuen Erkenntnisse zu bringen schien.
Nein, es war vielmehr aufregend zu verfolgen, wie der Junge das aufbaut und erklärt.
Als ich bemerkte, dass das Buch noch einen umfangreichen Teil über das CSS-Framework YAML enthält und mich das Thema damals sehr interessierte, ging es dann schnell in meinen (käuflich erworbenen) Besitz über.
Dass Little Boxes ursprünglich im Jahr 2006 via Book-On-Demand im Eigenverlag erschien und erst später unter Obhut eines Verlages eine ganze Buchreihe wurde, bestehend aus bisher drei Teilen, habe ich alles erst später erfahren.
Teil 1 – das eigentliche Original
– habe ich (noch) nicht gelesen nun auch gelesen. Teil 2 und Teil 0 Alle drei Teile rezensierte ich bereits (siehe Verweise zum Thema).
Obwohl Little Boxes, Teil 0 nun wirklich für pure Anfänger ist, hat es einfach Spaß gemacht das Buch zu lesen.
Der Typ
, das ist Peter M. Müller
Eine interessante Geschichte. Ich wollte mehr vom Menschen hinter dem Autorennamen wissen. Und ich wollte auch wissen, wie und warum Peter Müller diese zuweilen knochentrockenen Themen über Web-Dinge so interessant aufbereiten kann.
Kurzerhand bat ich ihn im März 2009 um ein Gespräch per E-Mail. Wir haben dann innert weniger Tage rund zwei Dutzend Mails ausgetauscht.
Wir hätten natürlich auch telefonieren oder ein hippes Video-Interview führen können. Aber erstens ist das nicht so mein Ding und zweitens war mir wichtig, überlegte Antworten zu bekommen.
Außerdem dient die schriftliche Aufbereitung im Web der Nachhaltigkeit, da Programme und Suchmaschinen das gesprochene Wort nicht – und auch noch für lange Zeit nicht ausreichend sinnvoll – indizieren und verarbeiten können.
Im Laufe unseres virtuellen Gespräches erfuhr ich, dass Peter gerade an einer erweiterten Neuauflage von Teil 1 arbeitet und diese ab Juni 2009 erhältlich sein wird. Um dieses Ereignis mit dem Interview zeitlich näher zusammen kommen zu lassen, vereinbarten wir, dass ich die Veröffentlichung meines Blogbeitrages um ein paar Wochen in den Mai verschiebe.
Zusammenfassung des Gespräches
Peter hat meine Fragen und das Nachhaken umfassend und ausführlich beantwortet, trotzdem aber auch sehr zügig. Dafür bedanke ich mich noch einmal ausdrücklich!
Aufgrund des Umfanges stelle ich hier ein Summary mit seinen wichtigsten Aussagen zu Anfang, weil vielleicht nicht jeder die Zeit hat, das gesamte Interview zu lesen.
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Zur Zukunft von Little Boxes und Büchern allgemein
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Ab Juni 2009 ist die aktualisierte und erweiterte Neuauflage, Little Boxes, Teil 1 – Webseiten gestalten mit HTML und CSS, im Buchhandel erhältlich.
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Ab voraussichtlich Sommer / Herbst 2009 wird Teil 1 auch als HTML-Version online abrufbar sein.
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Peter Müller findet die Idee der Creative Commons Klasse und ist der Meinung, dass das klassische Copyright immer mehr zum Anachronismus wird.
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Peter M. Müller über sein Leben und Berufserfahrung
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In der Nähe von Oldenburg (Nordwestdeutschland) aufgewachsen.
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Studierte Anglistik (Schwerpunkt
American Cultural Studies
) und Geschichte. -
Anfang der 90er kam er über das Schreiben und Übersetzen von Handbüchern (Software) zu einem Job im privaten Bildungsbereich.
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Arbeitet seit dieser Zeit bei einem privaten Bildungsträger in Norddeutschland. Seit einigen Jahren nur mehr drei Tage die Woche, unter anderem um Zeit zum Schreiben zu haben.
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Hauptsächlich Firmenschulungen und Weiterbildungen im Bereich IT und Medien. Sein Spezialgebiet hierbei ist alles was mit Internet zu tun hat.
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Lebt und schreibt in Groningen (Niederlande).
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Sieht im Vergleich zu früheren Jahren bei Seminarteilnehmern keine wesentlichen Veränderungen im Verständnis und der Herangehensweise an das Web.
Papierdenken
dominiert die Wahrnehmung. -
Sieht durchaus Bedarf für verbindliche Reglements für in der Webgestaltung Tätige und Qualifizierungsbedarf sowohl für Lehrende, als auch für
Otto Normalsurfer
.
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Der Buchautor über die Kunst des guten Fachbuches
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Peter M. Müller sieht sich in erster Linie als Dozent und Autor und nicht als Webdesigner oder CSS-Experte.
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Durch seine Berufserfahrung im Bildungsbereich kennt er die Stolpersteine gut und versucht beim Buchschreiben die Strukturen hinter den Details deutlich zu machen.
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Das Hauptproblem im Vermitteln von Wissen über Webgestaltung ist
nicht die Syntax von HTML oder CSS, sondern das Medium Web. Das Papierdenken in den Köpfen der Leute.
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Die Qualität seiner Bücher ist ihm sehr wichtig.
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Der Trick beim Schreiben ist,
rechtzeitig aufzuhören. Nicht zu früh, und nicht zu spät.
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Zeitraum des Gespräches via E-Mail war vom 24. bis 29. März 2009
Zur Zukunft von Little Boxes und Büchern allgemein
Aktualisierte und erweiterte Neuauflage
Im Buchhandel erhältlich ab Juni 2009
Ursprünglich im Eigenverlag herausgegeben, wurde diese Version von Little Boxes (heute Teil 1) ein Erfolg. Peter Müller bekam dann von einigen Verlagen Angebote und entschied sich später letztendlich für den klassischen Verlagsweg.
Der Werdegang wurde wird vom Autor auf der Website zur Buchreihe damals (Oktober 2006) umfassend aufbereitet:
Dann erst wurde aus dem Buch Little Boxes eine Buchreihe. Das ursprüngliche Werk wurde Teil 1 als Ende 2007 Teil 2 hinzukam und im Herbst 2008 erschien dann noch Teil 0 – Was Sie wissen sollten, bevor Sie eine Website bauen (lassen).
Siehe auch meine Buchrezensionen:
- Rezension: Little Boxes, Teil 2 vom 29. Januar 2008
- Rezension: Little Boxes, Teil 0 vom 15. Dezember 2008
- (eingefügt 2009-08-01)
Buchrezension: Little Boxes, Teil 1 (2. Auflage) vom 31. Juli 2009
- #1 hyperkontext
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In wenigen Tagen [Zeitpunkt der Frage war Ende März 2009] stellst Du zur Buchreihe Little Boxes den aktualisierten und erweiterten Teil 1 fertig.
Welche Themen umfasst der erweiterte Teil 1 und wie viele Seiten werden das mehr sein?
- #1.1 Peter
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Zunächst bekommt das Buch einen etwas veränderten Untertitel:
Webseiten gestalten mit HTML und CSS
.Ohne HTML [Hypertext Markup Language] gibt es kein CSS [Cascading Style Sheets] und somit muss ein CSS-Grundlagenbuch meines Erachtens damit beginnen, wie HTML und CSS zusammenspielen, denn genau das begreifen viele Einsteiger nicht. HTML erstellt am Bildschirm rechteckige Kästchen, die per CSS gestaltet und positioniert werden. Deswegen heißt das Buch ja
Little Boxes
.Da einige Leser sich über den HTML-Crashkurs am Beginn des Buches gewundert haben, ist das jetzt im Untertitel mit drin.
- Inhalt
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Inhaltlich werden hauptsächlich die Erfahrungen aus zwei Jahren Seminaren und viele Leseranregungen in das Buch eingearbeitet. In den ersten drei Abschnitten (Intro, HTML-Crashkurs, CSS-Grundlagen) werden die vorhandenen Inhalte noch deutlicher strukturiert und formuliert. Das Resultat ist ein besserer Lese- und Lernfluss.
Little Boxes im Windkanal sozusagen.
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Tabellen: In der 2007er-Ausgabe werden HTML-Tabellen am Ende von Kapitel 3 kurz erwähnt, aber tauchen bei der CSS-Gestaltung nicht mehr auf. In der neuen Ausgabe wird eine einfache Tabellengestaltung mit drin sein.
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Float und Clear: Die Float-Geschichte wird entzerrt und besonders der Abschnitt mit dem Clearen deutlicher und inklusive
Easy Clearing
. Außerdem wird eine Übersicht und Empfehlung enthalten sein, wann welche Clearing-Methode benutzt werden sollte. -
CSS-Layouts: Die Entwicklung ist nicht stehen geblieben und vor zwei bis drei Jahren gängige Techniken (wie
font-size: 62,5%als Basis fürem-Layouts) sind heute nicht mehr aktuell, sodass der Abschnitt zu CSS-Layouts komplett überarbeitet und gerade für Einsteiger logischer und zielgerichteter sein wird.Bei den Layouts mit festen Pixelbreiten gibt es am Ende jeden Abschnitts jeweils ein fertiges, so einsetzbares Layout (2spaltig und 3spaltig) und im Kapitel zu flexiblen Layouts stelle ich unter anderem das Prinzip der
DIV-Dopplung für Inhaltscontainer vor, was die Sache bei Layouts ohne feste Pixelbreiten vereinfacht. Damit wird dann ein stabiles, flexibles Layout auf der Basis vonfloatundmarginerstellt.
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- Ausstattung
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Es wird wahrscheinlich eine leichte Erhöhung der Seitenzahl geben (350 sind anvisiert) und das Buch wird eine verbesserte Ausstattung erhalten.
So gibt es auf Wunsch zahlreicher Leser eine Buch-CD, auf der die wichtigsten, im Buch vorgestellten Tools, einige Ausschnitte aus den Videotrainings und vor allem die Beispieldateien enthalten sein werden.
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Die Beispieldateien sind kapitelweise geordnet und bestehen für jeden Abschnitt aus den Ordnern
basis
undfertig
, sodass der Leser wirklich an jeder beliebigen Stelle einsteigen kann. -
Irgendwo will ich auch noch Kurzreferenzen (Cheatsheets) zu HTML und CSS unterbringen, auf der die häufigsten Elemente, Attribute und Eigenschaften aufgelistet werden, wahrscheinlich auf den Cover-Innenseiten. Mal sehen und auf die Rückseite der Einlegekarte soll auch noch was drauf.
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- Inhalt
- #2 hyperkontext
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Ich habe aufgeschnappt, dass Du bereits das vierte Buch, also Teil 3, zu Little Boxes planst oder sogar schon dran schreibst.
Die LeserInnen meines Blogs sind sehr neugierig. Du kannst nun heftig dementieren oder uns verraten, was wir da zu lesen bekommen werden.
- #2.1 Peter
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Den Plan gibt es, auch schon länger.
Geschrieben ist noch nichts und ein Projekt mit dem Verlag ist auch noch nicht besprochen.
Angedacht ist ein Teil 3 mit dem Untertitel,
Jenseits des Webservers
:- Webserver (mit .htaccess, Unix-Dateirechte wie 777, et cetera).
- Crashkurse in PHP und MySQL (Relationale Datenbank).
Die Themenwahl ist noch lange nicht abgeschlossen, aber es wird keine klassische PHP-Einführung werden, sondern mehr so, dass man auf der Serverseite
geländegängig
wird – wie wir das in Seminaren meist nennen – und versteht, was da abgeht.Ob das aber in diesem Jahr noch umgesetzt wird, weiß ich nicht. Es gibt noch jede Menge andere Ideen ...
- #2.2 hyperkontext
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Ist etwas von diesen
anderen Ideen
so weit gediehen, dass Du es hier schon ansprechen möchtest? - #2.3 Peter
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Little Boxes 1 goes online.
Im Sommer habe ich geplant, Little Boxes 1 online zu stellen, sodass man es
unter little-boxes.infoim Web kostenlos lesen kann.[Update (2009-10-16):
Little Boxes Teil 1 kostenlos online lesen.]Ähnlich wie Michael Jendryschik (Einführung in XHTML, CSS und Webdesign) oder Dirk Jesse (YAML-Dokumentation) das mit ihren Dokus gemacht haben. Die Genehmigung vom Verlag ist da, geplant habe ich das schon länger, aber es ist halt viel Arbeit ...
Als CMS wird dabei voraussichtlich TYPOlight von Leo Feyer zum Einsatz kommen. Das habe ich Ende letzten Jahres ausführlich getestet. Für hierarchische, seitenbasierte Inhalte ist das ein Klasse-System. Und ein Buch ist ziemlich hierarchisch und seitenbasiert.
Übrigens gibt es die Little Boxes-Reihe auch als E-Book im Online-Shop von Markt+Technik.
Peter M. Müller über Zukunft von Büchern
- #3 hyperkontext
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Die Geschichte zu Little Boxes als Book-On-Demand können wir – wie eingangs dieses Abschnittes erwähnt – in Deinem Blog nachlesen. Auch im Buch Geld 2.0 (Vladimir Simovic, Christopher Meil) hast Du einiges über diese Erfahrungen in einem Interview erzählt. Mittlerweile läuft Deine Buchreihe über einen Verlag.
Würdest Du aus heutiger Sicht – und mit Deinen Erfahrungen ausgestattet – wieder etwas im Eigenverlag herausbringen?
- #3.1 Peter
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Ja. Unbedingt.
Die Zusammenarbeit mit Pearson (Markt+Technik) allgemein und mit meinem Lektor Boris Karnikowski im besonderen ist sehr angenehm.
Little Boxes bleibt bei Pearson, aber gerade zu web-affinen Themen könnte ich mir durchaus vorstellen, auch mal wieder etwas ohne klassischen Verlag zu veröffentlichen. Abwarten.
- #3.2 hyperkontext
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Meinst Du mit
ohne klassischen Verlag
eine Kombination aus kostenloser HTML-Version im Web und Verkauf als E-Book und Print oder bleibst Du dann bei ausschließlich gedruckter Version? - #3.3 Peter
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Ich meine in erster Linie die On Demand-Schiene für den Printbereich, aber andere Medien wie E-Book und Webversion sind natürlich auch interessant.
- #4 hyperkontext
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Das Verlagswesen steht meiner Ansicht nach an einem epochalen Wendepunkt und scheint aus den Erfahrungen der Musikindustrie nichts zu lernen.
Du hast in der
alten Welt
Dein publizistisches Handwerk gelernt, bist in dervirtuellen
als Buchautor bekannt geworden und wirst mittlerweile von denalten Hasen
vermarktet.Wie siehst Du, der zwischen den Welten pendelt, Deine Zukunft als Publizist? Wie wird dieser Markt in zehn Jahren aussehen?
- #4.1 Peter
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Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung. Vor drei Jahren probierte ich die On-Demand-Geschichte mit Little Boxes 1 und kann mir gut vorstellen, dass das nicht das letzte Mal war.
Die Entstehung des Webs als Massenmedium habe ich ja bewusst miterlebt. Im Gegensatz zu Fernsehen, da war ich noch recht jung.
Wenn ich zurückblicke, was in den letzten 15 Jahren alles passiert ist, dann habe ich echt keine Ahnung, was in den nächsten zehn Jahren noch alles passiert. Ob es dann noch Bücher aus Papier gibt? Ich denke schon.
Aber vor zehn Jahren stand bei Galeria Kaufhof noch eine ganze Regalwand voller Fachbücher, heute stehen im selben Regal fast nur noch Spiele und Software.
Wie ich im Making of auf little-boxes.de geschrieben habe, erwirbt ein Verleger das Nutzungsrecht an einem Manuskript und gibt dann Geld aus, um daraus ein Buch zu machen: Er finanziert die Herstellung (Lektorat, Layout, Druck) und übernimmt anschließend Werbung und Vertrieb.
Diese Rolle wird sich durch die Digitalisierung in den nächsten Jahren ziemlich sicher ändern.
Der Ex-Chef, von Eichborn, hat in einem Interview auf Bod.de mal gesagt, dass er sich vorstellen könnte, dass in ein paar Jahren in einem Buchladen eine kleine Maschine steht, die einem das gewünschte Buch direkt auf Knopfdruck fertig macht. Books-on-Demand instantly sozusagen. Halte ich durchaus für möglich.
Irgendwas muss mit dem Copyright passieren
Creative Commons erscheint mir ein vernünftiger Ansatz, den ich sympathisch finde und unterstütze.
Die klassische Variante lässt sich schlicht und einfach nicht mehr durchsetzen. Das ist doch illusorisch. Das Substantiv
Copyright
wird immer mehr zum Verb (copy right
). Und ich sehe die Sache zwiespältig.Über Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit hat Walter Benjamin schon 1935/36 geschrieben, und der wusste noch nichts von digitalen Kopien.
Das Videotraining zu Little Boxes gibt es massenhaft als
kostenlosen Download
, aber muss man den Leuten deswegen gleich ein Verfahren machen? Ich habe doch auch kopierte CDs im Auto. Siehe auch meinen Blogbeitrag, And its okay to steal cause its so nice to share. - #5 hyperkontext
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Glaubst Du, dass Buchlesen auf mobilen digitalen Lesegeräten zum Massenphänomen wird und das gedruckte Buch nur mehr Nischen bedienen wird (analog zur Geschichte Schallplatte - CD - MP3/4)?
- #5.1 Peter
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Ich denke, beide haben ihre Berechtigung, vielleicht wird das mehr eine friedliche Ko-Existenz wie Kino und TV.
Es wird von der Qualität der Lesegeräte abhängen. Die wiederum setzt sich zusammen aus der Qualität des Bildschirmes und der Usability.
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Wenn ich für Fachbücher nicht immer gleich einen Extrakoffer mitschleppen müsste, sondern nur ein Lesegerät, das hätte schon was. Und man könnte mit der Hintergrundbeleuchtung des Gerätes im Bett lesen, ohne den Partner mit dem Licht der Leselampe wach zu halten.
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Auf der anderen Seite ist das Lesen eines Buches ja auch ein haptisches Erlebnis und gerade Fachbücher sehen bei mir nach dem Lesen immer aus wie ein Malbuch (Kommentare, Unterstreichungen, Hervorhebungen). Außerdem wäre das noch ein Netzteil mehr, dass ich mit rumschleppen muss.
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Peter M. Müller über sein Leben und Berufserfahrung
- #6 hyperkontext
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Durch ein Interview mit Frank Bültge (Januar 2007) weiß ich, dass Du im nordwestlichen Raum Deutschlands aufgewachsen bist und Dich offenbar die Liebe ein paar Kilometer weiter nach Westen trieb.
Dein Lebensmittelpunkt ist nun das niederländische Groningen?
- #6.1 Peter
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Als Hobby ist groningen-info.de entstanden, das ja in Little Boxes 0 auch erwähnt wird und seit 2003 hartnäckig auf absoluter Positionierung [meint das Layout in CSS] beruht.
Tja, also das mit dem Aufwachsen im Nordwesten stimmt. In der Nähe von Oldenburg, in einem kleinen Dorf namens Ahlhorn.
1980 ging es mit 20 Jahren nach London, um dort gut drei Jahre lang eine Ausbildung als Krankenpfleger zu machen. Anschließend zog es mich wieder nach Nordwestdeutschland zum Zivildienst.
Danach habe ich Anglistik und Geschichte studiert. Magister als Abschluss statt Lehramt, denn ich wollte auf keinen Fall Lehrer werden. Diplomierte Arbeitslosigkeit, aber es hat Spaß gemacht.
Mein privater Lebensmittelpunkt hat sich kurz nach dem Millenium 140 km weiter westlich nach Groningen verlagert. Dort lebe und schreibe ich.
Groningen ist eine wunderschöne Stadt mit 180.000 Einwohnern. Viel Wasser und noch mehr Studenten (rund 45.000).
- #6.2 hyperkontext
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Gibt es irgendwelche regionale Eigenheiten dieser nördlichen Niederländer, die Du als
Noord-Duitser
besonders schätzt und welche Du bei Wegzug aus Groningen vermissen würdest? - #6.3 Peter
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Was ich an Groningen als Stadt schätze ist die Lebendigkeit.
Natürlich gibt es auf beiden Seiten der Grenze unterschiedliche regionale Eigenheiten, aber die sind nicht so besonders groß.
Das beginnt mit der Landschaft, die in Nordfriesland kurz vor Dänemark ganz ähnlich ist wie hier in der Nähe von Westfriesland und geht weiter über die Mentalität der Leute.
In Norddeutschland gilt eine Dopplung wie
Moin, moin
schon als geschwätzig. Das ist hier ähnlich. Auch die Dialekte sind ähnlich. Mit nordwestdeutschemPlattdütsch
kommt man auf dem Groninger Markt wahrscheinlich gut durch.Ich habe ja zwanzig Jahre in Oldenburg gelebt und die beiden Städte sind einander nicht unähnlich, aber Groningen ist ein bisschen weltoffener.
- Menschen aus aller Herren Länder.
- Moderne Architektur direkt neben alter.
- Newscafé neben dem Goudkantoor.
- Das Museum mitten in der Gracht, teils italienisch (Mendini), teils österreichisch (COOP Himmelb(l)au).
- Direkt gegenüber der Bahnhof im Jugendstil.
- Überall Fahrräder.
- Der Wochenmarkt im Stadtzentrum.
- Neben den üblichen Ketten viele kleine, einzigartige Läden.
Groningen ist toll!
- #6.4 hyperkontext
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Du arbeitest auch als Dozent im Bildungsbereich. Wie sollen wir uns so eine Dozententätigkeit für
Web-Dinge
- so nenne ich es mal - genau vorstellen? - #6.5 Peter
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Der Übergang in die IT-Branche begann gegen Ende des Studiums, Anfang der 90er mit dem Schreiben und Übersetzen von Handbüchern und dann kam das Unterrichten hinzu, was überraschenderweise sehr viel Spaß gemacht hat.
Abgesehen vom Schreiben ist der berufliche Lebensmittelpunkt aber nach wie vor im nördlichen Deutschland. Dort arbeite ich bei einem privaten Bildungsträger namens Procon GmbH in Oldenburg und Hannover.
Firmenschulungen aller Art und Weiterbildungen im Auftrag der Arbeitsagentur, hauptsächlich im Bereich IT und Medien.
Richtig freie Wirtschaft, nix mit akademischer Nische.
Harte Arbeit, karger Lohn
, heißt das bei uns immer. Da muss man flexibel sein [schmunzelt].Ich mache das bereits seit 1993, seit ein paar Jahren aber nur noch drei Tage die Woche, um erstens ab und an auch zu Hause zu sein und zweitens Zeit zum Schreiben zu haben.
Seminarschwerpunkt ist alles was mit Internet zu tun hat. Von effektiver Recherche über Sicherheit bis hin zum Erstellen von Webseiten mit HTML, CSS und einfachen Content Management Systemen.
Plaudert über Berufserfahrungen
- #7 hyperkontext
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Du hast also schon praktisches Wissen über Anwendungsprogramme zu einer Zeit vermittelt, in der gerade mal ein paar Computer-Nerds 1993 die ersten Gehversuche im Web mit dem – ersten Browser überhaupt – Mosaic-Browser machten.
Wie wir nun wissen, hält das Web allmählich Einzug in den Alltag der Menschen und ändert die Gewohnheiten.
Beobachtest Du bei Teilnehmern in Anfängerkursen nun andere Gewohnheiten? Etwa größeres Vorwissen, andere Herangehensweisen oder andere Erwartungen im Vergleich zu früheren Jahren.
- #7.1 Peter
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Erstaunlicherweise nein. Weder bei Internet-Einführungen noch bei Webentwickler-Kursen.
Teilnehmer an Internet-Einführungen betrachten das Web überwiegend als Fernseher, in dem man in Hochglanzbroschüren rumklicken kann.
Alle kennen den Zurück-Button im Browser, aber viele nicht mal das Wort
Browser
.Sie setzen keine Lesezeichen oder Favoriten und haben keine Ahnung, wie eine Suchmaschine funktioniert.
Sie zoomen nicht einmal. Strg + Mausrad ist in Einführungen immer noch der absolute Bringer.
Ich bin nicht IKEA
Eine kleine Anekdote illustriert sehr schön, wie Otto Normalsurfer das Web gebraucht:
groningen-info.de Kontaktseite
… erst seitdem ich die Worte Ich bin nicht IKEA
farblich hinterlegt habe, bekomme ich keine E-Mails mehr.In Groningen gibt es ein IKEA-Möbelhaus, bei dem auch viele Deutsche einkaufen. Nun bekam ich über das Kontaktformular des öfteren Mails mit Inhalten wie,
Ich habe bei Ihnen den Küchenschrank
Värde
gekauft, der ist kaputt. Was machen wir jetzt?Ich begriff anfangs überhaupt nicht, wie die Leute auf die Idee kommen, dass ich IKEA wäre.
Verstanden habe ich das erst, als ich bei google.de mehr oder weniger zufällig die Suche
IKEA Groningen
eingegeben habe. Meine Hobby-Site listet auf Platz 1, vor ikea.com.Das muss bei den Surfern ungefähr so ablaufen:
Ich gebe bei der Suchmaschine
IKEA
undGroningen
ein.Wenn ich jetzt auf den ersten Treffer klicke, bin ich bei IKEA.
Hey, da ist ja auch ein Foto von IKEA.
- Rechts oben steht
Kontakt
. Wenn ich da was reinschreibe, schreibe ich an IKEA.
Aus Sicht von
Otto Normalsurfer
ist das perfectly logical. Er weiß nichts von URLs [Uniform Resource Locators], Domain-Namen und der Adresszeile des Browsers,Adressen tippt man bei Google ins Suchfeld …
Ich habe inzwischen oberhalb des Kontaktformulars ein bisschen Lektüre platziert, sodass man erst scrollen muss, um eine Nachricht zu schreiben, und danach wurde es weniger aber nicht gleich Null.
Papierdenken in der Wahrnehmung
Wer sich mit dem Erstellen von Webseiten beschäftigt, weiß meist schon etwas mehr über das Web, aber da bleibt die Hauptschwierigkeit das Papierdenken.
Jens Grochtdreis prägte den schönen Satz,
Webseiten sind keine Gemälde
, sie werden nicht nur betrachtet sondern benutzt. Das war 2005 und im Januar 2009 hat sich in der Wahrnehmung der breiten Masse nicht viel geändert.Das Geniale am Web ist seine Flexibilität, und wie sagt Jens?
Es gilt, diese Genialität zu entdecken und zu nutzen, nicht sie zu negieren.
Leider sind wir dem in den letzten Jahren nur sehr wenig näher gekommen, denn viele Kunden surfen mit dem Wissensstand des oben beschriebenen Groninger IKEA-Besuchers.
- #7.2 hyperkontext
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Es scheint auch einen Mangel an genügend qualifiziertem Lehrpersonal für Web-Dinge zu geben.
Die meisten Lehrkräfte stammen offenbar aus dem klassischen Druck- und Grafikgewerbe mit wenig Weberfahrung, die noch selbst diesem Papierdenken frönen. Kannst Du das bestätigen?
Braucht es geregelte Qualifizierungsmaßnahmen für Lehrende in diesem Bereich?
- #7.3 Peter
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Yep. Die braucht es. Ganz ganz viele Webdesigner haben den gedanklichen Paradigmenwechsel selbst noch nicht vollzogen und geben ihr Papierdenken dann auch ungefiltert weiter, wenn sie irgendwo unterrichten.
Nicht nur für Lehrende, auch für die im Webdesign Tätigen wäre vielleicht ein bisschen Regelung nicht schlecht.
Auch für Kunden auf der Suche nach einem Webdesigner ist es wahnsinnig schwer, Scharlatane von seriösen Anbietern zu unterscheiden. Wobei man aber auch sagen muss, dass die Bereitschaft, für eine professionelle Website einen professionellen Preis zu zahlen, nicht sonderlich ausgeprägt ist.
Kunden, die ohne mit der Wimper zu zucken ein paar Tausend Euro für eine einmalig erscheinende Anzeige in der Wochenendausgabe einer Zeitung berappen, fallen in Ohnmacht, wenn sie die selbe Summe für eine Website bezahlen sollen, die rund um die Uhr bereitsteht.
Waas? So teuer? Mein Neffe ist zwölf, und der kann das auch.
Qualifizierungsmaßnahmen für
Otto Normalsurfer
Genau genommen fängt das aber noch viel früher an. Am dringendsten werden eigentlich Qualifizierungsmaßnahmen für
Otto Normalsurfer
gebraucht.Ganz simple Dinge, die in Little Boxes 0 im ersten Kapitel in sehr komprimierter Form angesprochen werden:
- Internet und Web,
- Browser bedienen,
- Lesezeichen setzen.
- Wie funktioniert eine Suchmaschine und wie sucht man sinnvoll?
- Internet-Sicherheit-Grundlagen: Gefahr erkannt, Gefahr gebannt.
Das Hauptproblem ist, dass viele der Betroffenen diesen Bedarf gar nicht erkennen und glauben, dass sie ganz gut klarkommen.
Der Buchautor über die Kunst des guten Fachbuches
Ich wollte etwas darüber erfahren, wie Peter so ein Buchkonzept angeht, in welchen Schritten er vorgeht und in welchen Momenten dieses langen Prozesses er seine persönlichen Glücksmomente durchlebt.
Und nicht zuletzt war noch die spannende Frage, zu welchem Thema er ein Buch erschaffen würde, wenn er nicht über IT (Informationstechnologie), Internet und Webgestaltung schreiben dürfte.
- #8 hyperkontext
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Als ich das erste Mal in einem Buch von Little Boxes (war Teil 2) gelesen habe, hat mich von Anfang an die Art fasziniert, wie Du dieses knochentrockene Thema über CSS mit lockerer Schreibe angehst.
In der Regel (ich nehme mich persönlich da nicht aus) ist es für Fachleute oft schwer, einen komplexen Sachverhalt mit vielen Abhängigkeiten – welche in der Webentwicklung die Regel sind – einem Lernenden leicht aufzubereiten. Geschweige denn, auch mit einer Portion Humor. In einem Buch ist das besonders schwer, weil der direkte Dialog fehlt.
Welche Deiner Erfahrungen fließen ein, um meist punktgenau die wirklich wichtigen Fragen der Leserin zu beantworten, ohne sich in Details zu verlieren?
- #8.1 Peter
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Ich bin in erster Linie Dozent und Autor, und nicht Webdesigner oder CSS-Experte.
Komplexe Sachverhalte aufbereiten
Meine eigentliche Stärke ist nicht das Fachgebiet, sondern das Vermitteln von Wissen.
Dazu gehört natürlich auch eine gewisse fachliche Tiefe. Mindestens genauso wichtig ist aber die Aufbereitung der Informationen, sodass Laien nach einem Tauchgang in das Thema zwar mehr wissen als vorher, aber auch unbeschadet wieder an der Oberfläche ankommen.
HTML, CSS und Strukturwissen
Ich habe jahrelang immer mal wieder HTML unterrichtet, in den 90ern auch mit verschachtelten Tabellen, Frames und allen anderen Zutaten von dem, was ich heute als
98er-Design
bezeichne. CSS hat mich von Anfang an fasziniert und kam auch schon um die Jahrtausendwende in meinen erstenHomepage
-Büchern.In den Seminaren wurde ich immer wieder nach einer guten Einführung zu HTML und CSS gefragt, und da ich keine kannte, habe ich die irgendwann selbst geschrieben.
Aus den Seminaren wusste ich, dass die Teilnehmer fast alle über die selben Steine stolperten und welche Erklärungsmodelle ihnen halfen, danach wieder aufzustehen.
Das Hauptproblem war nicht die Syntax von HTML oder CSS, sondern das Medium Web.
Das Papierdenken in den Köpfen der Leute
Nachdem klar war, dass das Web nicht aus Papier ist und HTML rechteckige Kästchen erstellt, die mit CSS selektiert und gestaltet werden, wurde alles viel einfacher.
Oder etwas allgemeiner ausgedrückt:
Ich versuche in Seminaren und Büchern, die Strukturen hinter den Details deutlich zu machen. Wenn der Leser diese Hauptstränge (Strukturwissen) durch das Thema erst mal hat, dann kann er die Querverbindungen (Detailwissen) selbst dazu weben und nach Wunsch verdichten.Trockene Themen gibt es nicht
... nur eine trockene Vermittlung. Ein bisschen Humor gehört zu einer entspannten Lernatmosphäre. Letztendlich ist das aber oft nur eine unerwartete Querverbindung oder ein ungewöhnlicher Vergleich, der die Sache in einem anderen Licht erscheinen lässt.
Hierzu ein Beispiel
Anfang der 80er habe ich die Hitchhiker-Trilogie von Douglas Adams geradezu verschlungen, und das hat meiner Lebenseinstellung und auch meinem Schreibstil bestimmt nicht geschadet.
Die Frage nach dem Sinn des Lebens gilt ja traditionell auch eher als trockenes Thema. Aber dass die Antwort darauf
42
ist und die Erde nur ein Computer, um die eigentliche Frage herauszufinden, war mit Anfang 20 eine völlig neue und sympathische Querverbindung, denn wie sagt Douglas Adams:Without that fairly simple and obvious piece of knowledge, nothing that ever happened on the Earth could possibly make the slightest bit of sense. Douglas Adams, The Restaurant at the End of the Universe
Hinterher habe ich dann rausgefunden, dass Douglas Adams und ich am selben Tag Geburtstag haben.
Schreiben ist verdichten
Der Trick ist, rechtzeitig aufzuhören. Nicht zu früh, und nicht zu spät.
Eine meiner Lieblingslektüren zum Thema
Schreiben
ist Paul Grahams Writing Briefly, das wie folgt beginnt:
I think its far more important to write well than most people realize. Writing doesnt just communicate ideas; it generates them.
Viele der Ideen kommen wirklich erst beim Schreiben. Die erste Version wird tausend Mal überarbeitet, gefeilt und geschliffen. Schreiben ist verdichten. Und dabei entstehen wieder neue Ideen.
- #8.2 hyperkontext
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Wenn du sagst,
Schreiben ist verdichten
, kann ich das allein schon aus eigener Blog-Erfahrung nachvollziehen. Aber wie läuft das mit einem 500 Seiten Buch?Legst Du die Struktur bereits vorher an und arbeitest das peu á peu ab oder
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schreibst Du im Laufe der Zeit Detailtexte zu einem bestimmten Thema, steckst sie dann wie Module zu einem Buch zusammen und verfasst nur mehr die passenden Steckverbindungen?
- #8.3 Peter
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Eher die erste Variante. Ich mache definitiv zuerst die Struktur. Ein gutes Hilfsmittel dabei sind zum Beispiel leere Papierblätter in verschiedenen Größen (von A4 bis Flipchart) und Mindmaps, die die Gliederung von komplexen Texten visualisieren.
Fachbuch schreiben beginnt nicht mit dem Schreiben
Der erste Schritt ist aber immer zu gucken, was es zu dem Thema schon gibt. In dieser Phase geht es um den Unique Selling Point (USP) des Buches, wie das in der Verlagswelt heißt. Einfacher gesagt: Was ist das Besondere an dem Buch? Warum muss das geschrieben werden?
Wenn das Skelett nicht stabil ist, nützen die Muskeln auch nix.
Vor Little Boxes 1 habe ich zum Beispiel alle mir bekannten CSS-Bücher angeschaut, analysiert und dabei versucht rauszufinden, was ich daran gut beziehungsweise nicht so gut finde. Gleichzeitig habe ich überlegt, wie denn die Struktur für eine ideale CSS-Einführung aussehen müsste.
Eine strukturelle Schwäche kann man mit noch so pfiffigen Details nicht wettmachen.
Das Ergebnis dieser Überlegungen war ein Blogbeitrag vom Mai 2005: Was muss in einem CSS-Buch stehen?
Überarbeiten dauert dann viel länger als das Schreiben
Wie hat das mal jemand gesagt?
Sorry für den langen Brief, ich hatte keine Zeit ihn zu kürzen.
Der weitere Prozess verläuft im Grunde genommen ähnlich wie die in Little Boxes 0 beschriebene Planung von Websites:
- Rahmenbedingungen festlegen (Ziele, Zeit und Zaster).
- Sammeln von Inhalten – was soll da rein (und genauso wichtig: was soll da nicht rein).
- Sortieren der Inhalte – Gliederung erstellen.
- Skizzieren – Rohversion schreiben.
- Umsetzen – also das eigentliche Schreiben. Mit Deadline.
Wobei das kein linearer Prozess ist. Die vorher erstellte Struktur wird während des Schreibens natürlich wieder geändert und angepasst, aber sie gibt Orientierung.
Eine der größten Schwierigkeiten ist es, im Gewusel der Details den Überblick nicht zu verlieren. Dabei sind die wichtigsten Werkzeuge für mich in Word die Ansichten
Dokumentstruktur
undGliederung
und außerhalb von Word Mindmaps (mit Mindmanager oder immer öfter mit mindmeister.com).Das Schreiben selbst ist dann ein echter Verdichtungsprozess. Wie bei Paul Graham beschrieben: Das Überarbeiten und Schleifen dauert viel länger als das eigentliche Schreiben.
Früher habe ich das Korrektur lesen übrigens fast ausschließlich auf Papier gemacht und die Änderungen dann in den Text eingearbeitet. Heute erledige ich das immer öfter direkt in der Datei.
Zoom
ist dabei für mich die am häufigsten benutzte Funktion eines Programms, egal ob in Word, PowerPoint oder im Browser. - #9 hyperkontext
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Ich zitiere mal drei Auszüge aus Deinen Büchern:
Der Gast [Metapher für eine besuchte Website] ist süchtig. Nach JavaScript. Ohne JavaScript redet er nicht mal mit Ihnen. Little Boxes Teil 0, Seite 86
HTML ist wichtig, denn eine fehlerhafte HTML-Struktur können Sie später auch durch ein noch so aufwändiges CSS nicht wieder auffangen. Das ist wie mit den Zähnen und dem Zahnfleisch. Little Boxes Teil 2, Seite 23
Frameworks sollen die tägliche Arbeit erleichtern, sodass man nicht mehr die Hälfte seiner Zeit damit zubringt, aus jeder Webseite immer gleiche Patch-Flecken und Browserbugs rauszuwaschen. Frameworks sind also wie Waschmaschinen. Little Boxes Teil 2, Seite 314
Diese Stellen machen das besondere Flair Deiner Bücher aus, finde ich persönlich.
Ist Dein Lektor mit solchen Vergleichen immer einverstanden beziehungsweise hast Du schon Reaktionen erfahren, die das nicht so humorvoll sehen?
- #9.1 Peter
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Oft muss ich beim Schreiben selbst lachen, aber der Unterschied zwischen einer gelungenen, flapsigen Wortwahl und einem dummen Scherz ist manchmal ziemlich klein.
Nein. Mein Lektor ist Klasse (Hallo Boris) und sieht das glaube ich eher ähnlich wie du.
Ich suche nicht bewusst nach solchen Formulierungen. Wenn es gut läuft, ergibt sich dass beim Schreiben von selbst. Allerdings meist nicht sofort in der endgültigen Form. Da wird viel dran gefeilt. Zuerst kommt die Idee, irgendwo aus dem Nichts.
Vor allem sollten die Jokes kein Selbstzweck sein, sondern was mit dem zu vermittelnden Inhalt zu tun haben. Jedenfalls meistens [lacht].
Über Glücksgefühle
- #10 hyperkontext
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In der Natur schöpferischer Prozesse liegen extreme emotionale Höhen und Tiefen. Irgendwann gibt es darin Momente der höchsten inneren Zufriedenheit, etwas sinnvolles und großartiges zu tun oder geschaffen zu haben und mit sich selbst und der Welt im Einklang zu sein.
Von der Idee zum Buch, übers Recherchieren, Schreiben, Überarbeiten, Verhandeln, Administration, Werbung und Verkauf:
In welchen Momenten durchlebst Du das innerste Glücksgefühl? - #10.1 Peter
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Die größten Glücksmomente habe ich, glaube ich, wenn ich nach Manuskriptabgabe wieder ein bisschen Abstand zum Text habe, das fertige Produkt in Händen halte und beim Lesen denke,
Das ist echt gut
.Glücksgefühle. Totale Gegenwart, das Vergessen der Einsamkeit.
Paradise? It doesnt last. Though it feels like eternity, it goes by fast.
Wann ich beim Schreiben Glücksgefühle habe? Na. Dann mal in der Reihenfolge aus deiner Frage:-
Eine Idee ist zwar eine plötzliche Eingebung, aber oft kommt sie Wochen vorher schon langsam von hinten angekrochen, um dann irgendwann aufzustehen und zu sagen,
Hey, da bin ich
.Die Idee ist eine Aufforderung zur Umsetzung, eine Herausforderung. Glücksgefühle kommen bei mir eher durch das erfolgreiche Bestehen dieser Herausforderung.
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Beim Recherchieren und Erstellen der Gliederung passiert das schon manchmal, dass man denkt,
Yep. Das ist geil
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Schreiben ist natürlich durchsetzt von solchen Glücksmomenten, aber auch vom Gegenteil. Höhen und Tiefen. Eine schier endlose Kette von Entscheidungen, und jede einzelne kann falsch sein.
Außerdem ist Schreiben per Definition eine eher einsame Tätigkeit, was an guten Tagen toll ist.
Aber manchmal auch eine ganz schöne Quälerei. Dann sitzt man mitten in tausenden von Buchstaben und fragt sich, was das überhaupt alles soll. Erstens wird es sowieso nie fertig, zweitens nicht gut und drittens ist das doch alles banales Zeug.
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Überarbeiten, da bin ich ja gerade mal wieder dabei [März 2009]. Little Boxes 1 ist ja schon ein wirklich gutes Buch und das jetzt nach zwei Jahren zu überarbeiten und zu perfektionieren macht Spaß. Ecken abfeilen, die im Laufe der Zeit durch Erosion entstanden sind, Gedankenflüsse ein bisschen begradigen, andere renaturieren.
Aber manchmal auch ein Element des Wiederkäuens:
Das habe ich doch alles schon mal geschrieben, lass mal was Neues machen
.
Verhandeln, Administration, Werbung und Verkauf betrachte ich traditionell eher als notwendige Übel denn als Glücksmomente. Da würde ich glaub ich lieber Musik machen, wenn ich die Wahl hätte. Aber der Reihe nach:
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Verhandeln kann ich von Natur nicht besonders gut.
Auf einem Basar in Istanbul würde ich für jeden Teppich wahrscheinlich das Doppelte bezahlen. Ich kenne den Satz,
You dont get what you deserve, you get what you negotiate
, und es geht schon besser als vor zwanzig Jahren, aber ich habe immer noch mehr Respekt vor Menschen bei denen das mit dem Verhandeln nicht nötig ist, weil sie von sich aus sehen was etwas wert ist und das auch entsprechend honorieren.Auf der anderen Seite, wenn man sich überwunden hat und es klappt, dann ist das schon ein gutes Gefühl. Wie alle bestandenen Herausforderungen.
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Administration ist noch schlimmer.
Gerade für
Grenzgänger
(so heißt das offiziell, wenn man in einem Land arbeitet und in einem anderen wohnt) ist das manchmal ein Albtraum. Meine Festanstellung ist länderübergreifend gesetzlich gut geregelt. Da gibt es nur Kleinigkeiten, wie welches Finanzamt für einen zuständig ist. Wie und wo hingegen die Einkünfte aus dem Schreiben europäisch korrekt versteuert werden, das ist nicht so einfach herauszufinden und eine Story für sich.Aber auch wenn das erledigt ist, würde ich das dabei enstehende Gefühl nicht als Glück bezeichnen. Das ist eher wie nach dem Abwaschen: Fertig. Fernsehen.
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Werbung. Tja. Von Natur aus stelle ich mein Licht eher unter den Scheffel, das ist heute ähnlich wie das Verhandeln nicht mehr ganz so schlimm. Man wird ja erwachsen [schmunzelt].
Aber nachdem Little Boxes im Mai 2006 erhältlich war, war die Werbung für mich die eigentliche Herausforderung. Sowohl auf dem eher theoretischen Level (Klappern gehört zum Handwerk, lets klapper) als auch auf dem eher praktischen (Äh, wie macht man denn das jetzt mit dem Klappern eigentlich?).
Hat aber ja ganz gut geklappt, jedenfalls ist Little Boxes inzwischen bekannt. Aber Glücksgefühle? Eher Zufriedenheit.
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Verkauf. Gute Verkaufszahlen geben schon ein paar Glücksmomente, denn erst durch den Verkauf wird es zu einem Produkt. Vorher ist es ein guter Text, aber durch den Verkauf wird es irgendwie real. Und wenn ich schreibe, ist das doch nicht alles nur für mich.
Gute Rezensionen geben Glücksgefühle
Wobei ich mit
gut
nicht unbedingt Zwei-Wort-Rezensionen wieTolles Buch
meine, sondern eher welche, die sich wirklich mit dem Text auseinandersetzen:- Letztens schrieb jemand, er dachte beim Lesen manchmal, dass einiges zu lang erklärt wäre, er aber später den Sachverhalt wirklich verstanden hatte und kaum neue Fragen auftauchten.
- Oder in einem Forum schrieb ein Leser, dass er durch die Lektüre von Little Boxes viel systematischer arbeitet.
Das finde ich echte Komplimente.
Qualität ist mir wichtig
Ich mag keine schlechten Produkte und versuche selbst keine auf den Markt zu bringen. Steht immerhin mein Name drunter.
Das Gefühl, dass sich der ganze Aufwand gelohnt hat gibt schon Glücksmomente, gemischt mit ein bisschen Stolz.
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Abseits von IT: Welches Buch Peter M. Müller schreiben würde
- #11 hyperkontext
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Nehmen wir an, jemand bietet Dir ab jetzt eine nicht zu knapp bemessene monatliche Zahlung bis an Dein Lebensende, unter zwei Bedingungen:
- Du musst innert zwei Jahren ein Buch mit mindestens rund 500 Seiten abliefern.
- Dein Werk darf nichts mit der Handhabung von Computern, Internet oder Programmen zu tun haben. Ansonsten darfst Du das Thema, die Gestaltung und das Genre völlig frei wählen.
Was würden wir von Dir zu lesen bekommen?
- #11.1 Peter
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Das ist ja mal eine geile Frage. Anyone? Also … wenn ich das so genau wüsste, dann wäre ich jetzt wahrscheinlich schon am Schreiben.
Als ich meiner Frau im April 2006 Little Boxes widmen wollte, sagte sie
nein
, denn sie wollte wenn, dann eine Widmung nur in einemrichtigen Buch
haben, nicht in so nem Computerding. In der Erstausgabe war denn auch gar keine Widmung drin.Bei der Markt+Technik-Ausgabe habe ich dann gar nicht mehr gefragt und einfach reingeschrieben:
Für Karin. Auch wenn es nur ein Computerbuch ist.
Mein Frau fragt immer noch manchmal, wann ich denn endlich mal
was Richtiges
schreibe.Chicago 1968 und 2008
Im Erfinden von rein fiktiven Plots und Charakteren habe ich bisher wenig Erfahrung. Also würden die Geschichten zumindest ihren Ursprung wahrscheinlich in dem haben, was ich bisher so erlebt habe. Das ist ja nicht unbedingt so der klassische Beamtenlebenslauf und reicht bestimmt für 500 Seiten [lacht].
Ansonsten: Ich habe ja als Anglistik-Schwerpunkt
American Cultural Studies
gehabt und meine Magisterarbeit war Star Trek and the American Dream. Darin geht es um den Zustand des American Dream in den 60ern und wie sich das in der Original-Star-Trek-Serie widerspiegelt. War ein absoluter Selbstläufer.Sowas macht einen Heidenspaß und das wäre jetzt gerade nach dem Wahlsieg von Barack Obama super interessant zu vergleichen: Chicago 1968 und 2008.
Die Oscars dieses Jahr gingen an Slumdog Millionaire und an Die Vorleserin, beides nicht unbedingt die typischen Hollywood Feel-Good-Movies. Ist das symptomatisch oder Zufall?
Aber ob das für 500 Seiten reicht, wage ich eher zu bezweifeln. Da müsste man dann ein bisschen weiter ausholen und bei den Pilgrim Fathers anfangen [lacht].
- #11.2 hyperkontext
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Nun, ich denke die Mehrzahl der LeserInnen erlebt die Buchreihe Little Boxes nicht nur als
was Richtiges
, sondern alsrichtig gut
. (Das kannste Deiner Frau von mir ausrichten [zwinker].)Peter, ich danke für dieses ausführliche (virtuelle) Gespräch, das uns den Buchautor und Menschen Peter M. Müller etwas kennen lernen ließ.
Weitere Verweise zum Thema
- infotekten.de – Das Weblog vom Buchautor Peter Müller
- little-boxes.de – Website und Blog zur Buchreihe
- groningen-info.de – Deutschsprachige Informationen über die Stadt Groningen (Niederlande). Hobbyprojekt von Peter M. Müller über seine Wahlheimat.
- Rezension: Little Boxes, Teil 2 vom 29. Januar 2008
- Rezension: Little Boxes, Teil 0 vom 15. Dezember 2008
- (eingefügt 2009-08-01)
Buchrezension: Little Boxes, Teil 1 (2. Auflage) vom 31. Juli 2009
- Datum:
- veröffentlicht am 23 Mai 2009, 09:46 MET.
- Artikel:
- Mit Little Boxes Buchautor Peter M. Müller im Gespräch [hyperkontext | Weblog]
- Kurz-URL:
- http://hyperkontext.at/s/205
- Thema:
- Webgestaltung, Kommunikation
- Stichworte:
- Buchautor, CSS, Internet, Interview, Little Boxes, schreiben, Webentwicklung
- Reaktionen:
- Kommentare 2, Bezugnahme 4
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