Juni 2011 im Kontext
Mittwoch, 13 Juli 2011 22:47 MET
Webgestaltung im Juni 2011
Über die Buchreihe Little Boxes schrieb ich schon mehrmals. Der Buchautor hat nun den ersten und zweiten Band überarbeitet, an die Zeiten angepasst und in einen Wälzer mit knapp 800 Seiten gepackt.
Anfängern und fortgeschrittenen Webgestaltern lege ich das Werk mit meinen besten Empfehlungen ans Herz: Das große Little Boxes-Buch – Was steht drin? Eine Buchrezension von mir zu dieser überarbeiteten Version wird selbstredend nach Lektüre folgen.
Abgesehen von qualitativer Inhaltsleere die uns im Web allenthalben begegnet, verlaufen sich gehaltvolle Texte zu oft in Textwüsten. Eine der Möglichkeiten dem entgegenzuwirken, ist der richtige Einsatz von Typografie: How to Actually Make Text Look Interesting: Minimalist Web Design.
Web-Accessibility
Noch etablierter ist leider – meist aus Unverständnis dem Medium gegenüber – die unterlassene Option, Webseiten mit der Textauszeichnungssprache HTML die notwendige Bedeutung (Semantik) mitzugeben.
Viele Barrieren könnten vermieden werden, wenn Entscheider und Projektleiter bzw. Verantwortliche über zumindest Hintergrund- und Basiswissen zu Barrierefreiheit im Web verfügten. Neckargerach-Relaunch – eine kritische Würdigung
Einfache Tests zur Barrierefreiheit – yep, über solch einfachste Hausrezepte schrieb ich auch schon mal.
Im Klartext:
Selbst einfache Praxistests werden deswegen nicht durchgeführt, weil die Verantwortlichen keine Ahnung davon haben. Wenn sie Ahnung hätten, würden sie sich informieren, denn Informationen gibt es ausreichend. Beispielsweise um Formulare barrierefrei zu implementieren:
Reine Formsache: Barrierefreie Formulare mit HTML, CSS & JavaScript.
Schon mal auf Farbenblindheit getestet?
Schätzungen gehen davon aus, dass weltweit rund 8% der Männer farbenblind sind. Frauen markant weniger. Was es für Betroffene bedeutet, wird in diesem Kurzfilm recht anschaulich gezeigt: No such thing as color.
Daniel Flück hat auf seiner Website colblindor.com ein informatives Werk über Farbenblindheit (in englischer Sprache) zusammengestellt, das auch als E-Büchlein runtergeladen werden kann. Diese Erkenntnisse sind für verantwortungsvolle Webgestaltung enorm wichtig.
Glauben wir den Schätzungen, werden schon allein durch falsche Farbkombinationen fast 10% potentielle Nutzer vor den Kopf gestoßen.
Linktipps zu CSS und HTML
- On using h1 for all heading levels in HTML5 [Roger Johansson]
- Auszug aus dem Buch Responsive Web Design: Fluid Images
- Useful :nth-child Recipes [css-tricks.com]
- 5 Features of CSS3 You Can Use Today [thinkvitamin.com]
- CSS gradients and background images [Ask the CSS Guy]
- CSS3 Border-Image [Estelle Weyl on Sitepoint.com]
- How To Use Media Queries For Device Targeting [van SEO Design]
Fresse halten und zuhören
Während sich der Social-Media-Buzz mittlerweile durch die Etagen diverser Kommunikationsabteilungen hyped, bleiben die emotionalen Intelligenzbestien in Führungsetagen (siehe letzter Monatsrückblick) zumeist die selben.
Die Reaktionen reichen vom hanebüchenen Aktionismus einer Gemeinde bis zur lehrbuchhaften Abarbeitung des Themas.
Choleriker oder Phlegmatiker? Einerlei.
Halten-Sie-die-Fresse-Führungskräfte sind ja nur ein kleiner Ausschnitt des Spektrums der Psychopathen.
Nicht wenige Führungs- und Manager-Karlis sind von der Sorte, die wir selten zu Gesicht bekommen. Die ein Unternehmen mit einem Puppentheater verwechseln und sich, wenn nicht als verantwortungslose, zumindest als naive Strippenzieher entpuppen: Managern fehlen Bindungen.
Sagen wir es mal so:
Fresse halten und gleichzeitig zuhören – vor allem zuerst dem eigenen Personal – könnte so mancher Führungskraft eine neue Welt und ungeahnte Horizonte eröffnen.
Das sogenannte Intranet
Zahlreiche Intranets sind nicht über den Kantinenplan hinausgekommen. Ansatzpunkt für Enterprise 2.0: Ein soziales Intranet
Manche wären schon froh, Kantinenpläne ohne Download ansehen zu dürfen.
In diesem Lichte wirkt die Frage, ob ein Unternehmen überhaupt noch ein Intranet braucht – welche die Evolution des internen Netzes meint – fast ketzerisch, denn viele Unternehmen hatten schon bisher keines, das dem Namen auch nur ansatzweise gerecht wird.
Wenn die kulturellen Voraussetzungen allerdings stimmen, führt die Evolution mitunter zum Microblogging im Unternehmen – quasi internes Twitter –, das zusammen mit den anderen Komponenten eines Social-Intranets ein wichtiger Bestandteil der internen Vernetzung wird.
Im Blog von Seibert Media zählten sie im Juni paar Anwendungsfälle auf:
- (1 – 12) 36 Anwendungsfälle für einen Enterprise Microblog
- (13 – 24) 36 Anwendungsfälle für einen Enterprise Microblog
- (25 – 36) 36 Anwendungsfälle für einen Enterprise Microblog
Bleibt noch anzumerken:
Es gibt zahlreiche mittlere bis große Unternehmen, wo selbst der Kantinenplan unter der Hand per E-Mail-Kaskade verteilt wird. Das so genannte Intranet dient dort lediglich als digitale Litfaßsäule diverser Abteilungen, die ausgedruckte, abgezeichnete und wieder eingescannte Jubelmeldungen als PDF-Download auflisten. Meist im Halbjahresrhythmus.
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- Datum:
- veröffentlicht am 13 Juli 2011, 22:47 MET.
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- barrierearm, CSS, HTML, Intranet, Little Boxes, Management
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