Juli 2008 im Kontext
Montag, 04 August 2008 23:01 MET
Was im Juli sonst so aufgefallen ist
Levente Dobszay hat einen tollen Beitrag – wir können fast sagen, eine kleine Anleitung – verfasst, wie wir uns im Internet verhalten sollten, um auf der sicheren Seite zu sein. Dieser informative Artikel ist nicht nur für Anfänger.
Lesebefehl:
- Sicher im Internet unterwegs [dobszay.ch] – eine Anleitung, in zwölf Kapitel unterteilt.
- Der digitale 09/11 ist nahe [dobszay.ch] – beschreibt mögliche digitale Angriffs-Szenarien. Mag für manche übertrieben klingen, ist aber durchaus realistisch.
Wissenschaft und Blogs
Es gibt auch bloggende Wissenschafterinnen. Viele wollen aber nicht nur ganz alleine vor sich hinbloggen
, sondern treffen sich dann auch im virtuellen Wissenschafts-Café. Und dort gibt es auch einen Chart der die beliebtesten Wissenschaft-Blogs auflistet, aktualisiert für Juli 2008: Wissenschaftsblog-Charts | 07/2008.
Journalisten und so
In den USA hat das Zeitungssterben schon eingesetzt, in Europa stehen wir wohl kurz davor: Wo ist das Publikum hin?
Doch wenn es ganz schlimm kommt, dann werden die gedruckten Medien von den heute 14-jährigen einst so bestaunt, wie jetzt schon die Museumsbahnen […] jendert, Die elektrische Dampflok [Handelsblatt Weblog]
Journalisten sind die schlesischen Weber des Webs, meint Martin Recke auf fischmarkt.de. Diese These untermauert er aber dann noch ganz eindrucksvoll: Warum Journalisten das Web nicht mögen.
Einen Tag später dann noch ein paar erklärende Sätze zu dem viel diskutierten Beitrag und eine noch klarere Aussage:
Journalisten werden sich als Kommunikatoren und Lohnschreiber für Unternehmen verdingen. Martin Recke, Wozu wir noch Journalisten brauchen
Thomas Knüwer hat es mit Chef-Studien beim Media Coffee wieder einmal auf den Punkt gebracht.
Lebenslang lernen sollen die anderen
Da treffen sich Chefs und schwadronieren über Dinge die sie gar nicht verstehen (wollen), aber verstehen das als Gespräch über die gemeinsame (also auch die der anderen) Zukunft.
Da gibt es eine Chefredakteurin des Bayerischen Rundfunks, die einen iPod hat und unumwunden zugibt, ihn nicht bedienen zu können; aber auch keine Gebrauchsanleitung lesen will.
Deutlich war herauszuhören, dass sie sich mit solchen Themen einfach nicht beschäftigen mag
, schreibt Thomas. Und das, obwohl mittlerweile Radioprogramme über Internet via Podcasts angeboten werden und mit MP3 beziehungsweise iPods gehört werden.
Also nochmals langsam:
- Chefredakteurin des Bayerischen Rundfunks.
- Hat einen iPod, kann ihn nicht bedienen.
- Will auch die Gebrauchsanleitung nicht lesen und interessiert sich eigentlich nicht wirklich dafür.
Leider steht Riederers Haltung aber stellvertretend für viele Lenker im Mediengeschäft: Sie propagieren lebenslanges Lernen, sehen sich selbst davon aber ausgenommen. Thomas Knüwer, Chef-Studien beim Media Coffee
Ich kann es nur immer wieder sagen
Diese Menschen haben die letzten zehn Jahre verschlafen und trennen noch immer zwischen Technik
und Leben
.
Es gehört in diesen Kreisen einfach zum guten Ton, sich als technisches Nackerpatzerl auszugeben und es sich leisten zu können, die – vermeintliche – Technik
von anderen bedienen zu lassen.
Es war zwar schon immer einfach, aber es wird mittlerweile auch wieder unverschämt normal, in feudalistischer Art von anderen Menschen Dinge zu fordern, die die Forderer nicht einmal im Traum tun würden … fallen Ihnen da auch gerade so viele Beispiele ein wie mir?
Externe Verweise dieses Artikels wurden zuletzt am 4. August 2008 auf Relevanz geprüft.
- Datum:
- veröffentlicht am 04 August 2008, 23:01 MET.
- Artikel:
- Juli 2008 im Kontext [hyperkontext | Weblog]
- Kurz-URL:
- http://hyperkontext.at/s/152
- Thema:
- Empfehlungen
- Stichworte:
- barrierearm, Browser, IE, CSS, Medien, Sicherheit, Unternehmen, Webstandards, Wikis
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