Januar 2009 im Kontext

Freitag, 06 Februar 2009 18:27 MET

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Januar 2009 im Kontext [hyperkontext | Weblog]
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Web-Accessibility: Umfrage zeigt, dass Überschriften wichtige Orientierungspunkte sind. Auf dem CSS-Framework YAML basieren sechs der 19 ausgezeichneten Websites der BIENE.

Web-Gestaltung ist mehr als nur fürs Glotzen und in der Web-Sphäre verwelkt gerade die Magnolie der Lesezeichen.

Mut gegen Stillstand: Was die Deutsche Telekom so treibt. Über die Krankheit des Zeitgeistes und infantilen Optimismus, der wohl nicht zum erhofften Aufschwung führen wird.

Abschnitte

  1. Web-Accessibility, Web-Gestaltung, Web-Sphäre
  2. Business: Mut gegen Stillstand

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Business: Mut gegen Stillstand

Im vorigen Monatsrückblick hatte ich vom beachtenswerten Weg der Synaxon AG zum Unternehmen 2.0 berichtet. Frank Roebers, der Vorstandsvorsitzende, schrieb im Januar 2009 einen weiteren interessanten Blogeintrag:

Natürlich basteln auch noch andere an ihrem Unternehmen 2.0:

T-ZwoNull

Egal wie wir nun die Aktivitäten der Deutschen Telekom sehen; Tatsache ist, einige Leute dort machen sich Gedanken und bewegen etwas.

Blogger wurden im Januar 2009 mit dem neuen Google-Handy von T-Mobile beschenkt. Dafür brauchen sie nur über ihre Erfahrungen damit schreiben. Wohl nach dem Kalkül, die Hand die mir das Futter reicht, beiße ich nicht. Gleichzeitig überbieten sich andere Medienkanäle mit Gewinnspielen, um die inszenierte Beschenkung des mobilen Digitalknechtes auszuschlachten.

(Eingefügt am 9. Februar 2009) Ups … Sorry, wichtigen Hyperlink beim Originalschrieb vergessen:
Wie das mit solchen Kampagnen läuft, lässt sich bei helge.at nachlesen: T-Mobile und das Google-G1 für Blogger: Ein Marketing-Showcase.

Die Leute von T-Mobile üben sich jetzt aber auch in der Nachahmung der spektakulären Flashmobs, wie im Kulturmanagement-Blog berichtet: Vielleicht bald auch an Ihrem Bahnhof? Wie ich als Kommentar dort hinterlassen habe, warte ich nur darauf, bis solche Aktionen den Mainstream der Werbe-Fuzzis erreicht und wir uns an jeder zweiten Straßenecke von solchen Spontanaktionen gelangweilt überraschen lassen dürfen.

Derweil drei Kollegen von T-Systems Multimedia Solutions ein Blog mit dem Namen Projektmanagement 2.0 führen und eine wirklich empfehlenswerte Präsentation in drei Teilen zusammenstellten. Hierbei geht es um das Verständnis und die anschließende Umsetzung, wie Unternehmen den Weg zu Enterprise 2.0 finden können.

Die Wissensmanagement-Trilogie:

  1. Der Wikipedia Irrtum
  2. Die Entdeckung des Menschen
  3. Anleitung zum Handeln

Die Krankheit des Zeitgeistes

Die positiven Beispiele sollen aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die große Mehrheit mit Problemen anderer Art befasst:

  • Tausende verbringen ihre Arbeitszeit mit dem Schreiben von Dokumentations- und Informationssilos;
  • Millionen von Menschen wühlen sich tagtäglich noch immer durch Berge gedruckter Schriften,
  • schicken sich permanent E-Mails – oder gar noch Faxe – mit diversen Anhängen;
  • verbringen Tage mit dem Zeichnen von Organigrammen,
  • erfinden für Posten, Abteilungen und Prozesse ständig neue Managementbegriffe,
  • verplempern die Zeit in Autos und Flugzeugen, um bei sinnlosen Meetings dabei zu sein und
  • ansonsten mit Flurfunken, Mobben und Grabenkämpfen.

Und das führt

Pathologie des Zeitgeistes nennt es der Arbeitspsychologe Helmut Graf, der, im von mir im Januar 2009 gelesenem Buch, die seelenlose Jagd nach Renditen und Inszenierungen beschreibt und an Hand der Existenzanalyse nach Viktor Frankl diese Fehlentwicklungen analysiert:

Infantiler Optimismus oder Kopf in den Sand

Mit dem Wissensarbeiter werde eine Sackgasse der Zivilisationsentwicklung verlassen, in der Menschen wie Maschinen behandelt wurden. […] Diese Artikel wurden vom damaligen IG-Metall-Vorsitzenden als intergalaktischer Blödsinn verspottet. Heise Online, Vor 50 Jahren: Der Wissensarbeiter betritt die Bühne

Angesichts der derzeitigen ökonomischen Lage ist infantiler Optimismus entweder inkompetent oder zynisch.

Diejenigen, denen der Sturm den Sand schon wieder vom Kopf geblasen hat, sollten sich die Augen reiben und Mut gegen Stillstand anlesen:

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  2. Business: Mut gegen Stillstand

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veröffentlicht am 06 Februar 2009, 18:27 MET.
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