August 2008 im Kontext

Dienstag, 02 September 2008 22:36 MET

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Foto: Radarschirm
August 2008 im Kontext [hyperkontext | Weblog]

Videos zugänglich machen für bisher ausgeschlossene Gruppen von Menschen, war ein hauptsächliches Thema der Accessibility-Szene. Die globale Intranet-Sau wird auch wieder durchs Dorf getrieben.

Innovation braucht Konflikte, statt heuchlerischer Harmonie. Viele übertreiben es mit Web2.0 und haben Angst, etwas zu versäumen. Derweil übt sich die derzeitige Generation von Managern in der Ignoranz, nichts zu vermissen.

Abschnitte

  1. Webstandards, zugängliche Videos, CSS, IE8 und Usability
  2. Innovation und Unternehmen: Wikis, Web- und Intranet2.0

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Die globale Intranet-Sau wird wieder durchs Dorf getrieben

Die folgenden Artikel versuchen allesamt vorsichtig zu differenzieren, dass es die globale, eierlegende Wollmilch-Intranet-Sau nicht gibt. Und schon gar nicht die massiv beworbene eines sehr großen Software-Herstellers.

Ein Aspekt kommt aus Sicht des Webgestalters hinzu: Das Ding strotzt vor unglaublich steinzeitlichem HTML.

Sauber getrennte HTML-CSS Architektur ist fast unmöglich. Die Optionen zur Anpassung, sowohl im Code, als auch von der Informationsstruktur, sind so beschränkt oder kompliziert, dass auch schon Cameron Moll vor längerer Zeit festgestellt hat: Avoid it like the plague.

Soziales Intra-Web

Manager mit mangelnder Online-Affinität suchen fälschlicherweise nur nach Software-Produkten, wenn sie von Intranet reden. Software die installiert wird und dann ein bilanzierbares Ergebnis liefert. Sie verstehen nicht – oder wollen nicht verstehen –, um was es eigentlich geht.

The lesson here might be not to wait for the perfect CMS to come along, but instead to focus on content quality and cleanup to improve information discovery. Nancy Goebel, Highlights from Intranet Week 2008

Und auf contentmanager.de wird ein Artikel aus der Zeitschrift Wissensmanagement aus dem Jahr 2007 im August 2008 veröffentlicht, der damit aber nichts an Aktualität eingebüßt hat: Corporate Web 2.0 - eine Herausforderung für Unternehmen.

Die Postmoderne und das Web 2.0

es ist nun schon mehr als zwanzig Jahre her [dass Christian das Buch gelesen hat], aber wenn man in Lyotards Buch liest, glaubt man phasenweise, es ist vom Web2.0 die Rede. Christian Henner-Fehr, Lost in Space oder was die Postmoderne mit dem Web2.0 zu tun hat

Die Angst, etwas zu versäumen

Fantastisch! Christian [Kulturmanagement Blog] verdichtet dieses Phänomen in seinem Beitrag, welches offenbar eine ureigenste Eigenschaft des Menschen ist.

Es braucht wohl mehr den Kurator und nicht den Aggregator – anspielend auf die schier unüberschaubare Menge an Werkzeugen und Plattformen zur Aggregation, Sortierung und Einteilung von Informationen – schreibt Christian Henner-Fehr und schließt seinen Beitrag mit den Worten, kein Tool dieser Welt wird jemals in der Lage sein, für jeden von uns die Informationen dieser Welt umfassend aufzubereiten.

Hierzu passt gleich ein Blog-Eintrag von Leo Babauta [zenhabits.net, via Alexander Greisle], in dem er zwölf Regeln für heutige Arbeitsweisen aufstellt. While the old way of thinking said that we should Get Things Done, that’s just not possible anymore, meint er in seiner achten Regel. Und anschließend in der letzten:

Today, more and more people are realizing that when you constantly switch between tasks, you get very little done. […] Instead, simplify, identify the essential, and learn to focus on one task at a time. Leo Babauta, 12 New Rules of Working You Should Embrace Today

Es ist wohl eine Art Lernkurve und eine Frage der Zeit, wie Alexander Greisle [work.innovation] meint: Dann haben wir den Umgang mit den Zeitschriften gelernt.

Die Ignoranz, nichts zu vermissen

Die Angst, etwas zu versäumen hat die derzeitige Generation von Managern wohl nicht.

Frank Hamm [injelea.de] holt in einem bissigen Artikel (wie er selbst meint) zu einem kleinen Rundumschlag aus und wirft Führungskräften unter anderem vor:

  • Mangelnde Online-Affinität gepaart mit historisch gewachsener Printorientierung.
  • Fokussierung auf monetär-quantitative Bewertungsverfahren.
  • Monokausales Denken.

Ich kann mich dem mit heftigem Nicken nur anschließen und verweise auf den gesamten Beitrag: Rundumschlag: Social Networking, Online, Facebook, War for Talents, Banken.

Die Zufriedenheit der Anwender im Unternehmen wird in dem Maß weiter sinken, wie der Anteil der digitalen Generation an der Belegschaft zunimmt, konstatiert das CIO-Magazin in einem Artikel über eine Gartner-Studie: Anwender frustriert über zu langsame IT-Abteilungen.

Auch hier spielt offenbar die mangelnde Online-Affinität der Führungskräfte in IT-Abteilungen mit, die an anachronistischen Systemen festhalten, deren Interaktion sich auf Eingabeformulare beschränken, die den Charme einer Steuererklärung ausstrahlen.

Innovation braucht Konflikte

Heuchlerische Harmonie ist ja nicht unbedingt die Grundlage für innovative Prozesse. Hierzu habe ich ja schon in meinem letzten Monatsrückblick auf interessante Beiträge hingewiesen.

Als Unterstützung für kreative Teams startete übrigens eine neue deutschsprachige – auch wenn der Titel anderes vermuten lässt – Plattform: Let's Brain - gemeinsam mehr Ideen.

Wikis sind auch nicht zwingend harmonische Instrumente.

Wikimania?

Derzeit nehmen Artikel über Einsatz- und Nutzungsmöglichkeiten von Wikis geradezu inflationäre Ausmaße an. Ich blicke da schon kaum mehr durch, aber vielleicht ist ja das ein oder andere für meine LeserInnen dabei:

Und sonst so im August

Abschnitte dieses Artikels:

  1. Webstandards, zugängliche Videos, CSS, IE8 und Usability
  2. Innovation und Unternehmen: Wikis, Web- und Intranet2.0

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Datum:
veröffentlicht am 02 September 2008, 22:36 MET.
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August 2008 im Kontext [hyperkontext | Weblog]
Kurz-URL:
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