Augsburger mit Erdäpfelschmarrn à la »Augsburger Bürokrat«

Donnerstag, 26 November 2009 23:46 MET

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Ansicht einer dicken Knackwurst
Augsburger mit Erdäpfelschmarrn à la »Augsburger Bürokrat« [hyperkontext | Weblog]
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Abmahnungen: Die Anwälte kassieren und ziehen weiter. Die Reputation ihrer Klienten lassen sie beschädigt zurück. So verhält es sich nun auch mit der Stadtverwaltung Augsburg.

Da mehlt ein Augsburger Bürokrat Augsburger ein, der Rechtsdreher brät sie anschließend knusprig an und macht dazu noch einen Haufen Erdäpfelschmarrn.

Ein gekennzeichneter Teil des Beitrages ist Satire.

Die Abmahnclique

Seit längerer Zeit wissen wir, dass sich eine ganze Anwaltsclique um ein lukratives Geschäft schart: Abmahnungen. Trotz dieses unverschämten Treibens, schiebt der Gesetzgeber (egal ob Deutschland oder Österreich) dieser Abzockerei keinen Riegel vor.

Die Anwälte kassieren und ziehen weiter. Die Reputation ihrer Klienten lassen sie beschädigt zurück. Leider haben das manche Firmen und Personen noch nicht kapiert. Sie schrecken erst dann auf, wenn das Handeln ihrer Advokaten eine breite Öffentlichkeit erreicht.

Allein nur in den letzten paar Wochen

So verhält es sich nun auch mit der Stadtverwaltung Augsburg, namentlich dem Oberbürgermeister dieser Stadt, der wohl auch nur deswegen seine Leute mittlerweile zurückpfeift, weil eine Welle der Entrüstung selbst durch die Holzmedien ging. Sonst scheint für ihn ja alles ganz ordentlich und korrekt verlaufen zu sein.

An die Augsburger Stadverwaltung!

Dieser, mein folgender Text wird – zumindest außerhalb Augsburgs – üblicherweise als Satire bezeichnet. Sie können darüber lachen, weinen, auf den Boden stampfen oder ihn einfach nicht lesen. Sie dürfen sich auch gerne schämen.

Pumuckl im Augsburger Rathaus

Die Erfinderin der Figur des Pumuckl, Ellis Kaut, besuchte im September 2009 die Ausstellung Helden der Kinderzimmer der Augsburger-Puppenkiste und ließ ihren Kobold als Leihgabe zurück, warnte jedoch vor den Streichen des Klabautermanns.

Die Warnung war wohl nicht unberechtigt. Pumuckl erscheint nun in Form eines Bürokraten der Augsburger Stadtverwaltung und geht nach dem Kochrezept der schmackhaften – vor allem in Österreich beliebten – Augsburger mit Erdäpfelschmarrn vor.

Kochrezept à la »Augsburger Bürokrat«

Wenn wir also das bewährte Kochrezept mit den Schritten des Bürokraten im Namen der Stadtverwaltung vergleichen, scheint eine gewisse Analogie vorhanden zu sein:

Selbes Rezept für unterschiedliche Zwecke
Augsburger mit Erdäpfelschmarrn Art nach
»Augsburger Bürokrat«
1. Knackwurst (Brühwurst) enthäuten, längsseitig halbieren und auf der Oberseite kreuzweise einschneiden. Bürger fragt (enthäutet) in einer E-Mail, ob die Stadt Augsburg etwas gegen die gerade angemeldete Domain augsburgr.de hat, wenn dort drei Augsburger über Begebenheiten aus ihrer Stadt schreiben (also gedrittelt, den Alltag kreuzweise einschneidend erzählen).
2. In Mehl wälzen. Juristisches Mehl:
Der Bürokrat wälzt die Mail des Bürgers im juristischen Mehl und tatsächlich: Schon allein durch die Reservierung der Domain – obwohl noch gar nichts darauf veröffentlicht – bleibt genügend Mehl an den Augsburgern hängen.
3. Beidseitig braten. Externer Anwalt:
Zum Anbraten werden die Augsburger an einen externen Anwalt geliefert.
4. Erdäpfelschmarrn:
Gekochte Kartoffel schälen und grob schneiden. Salzen, zusammen­schieben, auf dem Boden andrücken und bei kleiner Hitze anbraten.
Streitwert erstellen:
Dieser Advokat schält zusätzlich noch Kartoffel, schneidet sie grob, schiebt sie auf einen Haufen zusammen, salzt noch kräftig und brät sie an.
5. Die gebratenen Augsburger zusammen mit dem Erdäpfelschmarrn servieren. Abmahnung:
Die angebratenen Augsburger werden mit dem gesalzenen Erdäpfelschmarrn kombiniert und um €1890 dem anfragenden Bürger serviert.

Anmerkungen

  1. Die Knackwurst – in Westösterreich auch Salzburger genannt – ist im österreichischen und süddeutschen Raum eine sehr dicke Brühwurst.
  2. Der erste Arbeitsschritt der Kochrezepte lässt sich einsparen und gleich im Supermarkt kaufen, wie zum Beispiel hier: 1054 Augsburger geschält und halbiert.
  3. In Österreich wird die Knackwurst mitunter sarkastisch auch als Beamtenforelle bezeichnet.

Kartoffelschmarrn schmeckt dem Oberbürgermeister nicht

Trotzdem dieses Gericht nun streng nach Kochrezept zubereitet wurde, will es der Augsburger Oberbürgermeister nicht mehr auf dem Speiseplan sehen. Grund: Der gesalzene Kartoffelschmarrn scheint ihm etwas zu üppig geraten.

Da mehlt ein Augsburger Bürokrat die Augsburger ein, der Rechtsdreher brät sie anschließend knusprig an und macht dazu noch einen Haufen Erdäpfelschmarrn und jetzt soll die köstliche Speise nicht serviert werden?

Sowas ist doch äußerst demotivierend für Beamte, die gewissenhaft dem Gehorsam vorauseilen, und deren Freunde.

Doch höret die Signale, Bürokraten!

Es gibt doch noch (vor allem in Österreich und Umgebung) genügend aufrechte Beamte, die solch einer köstlichen Speise in gewinnträchtiger Union mit Winkeladvokaten gebührende Kasse verschaffen würden.

Schreitet ans Werk, Bürokraten!

Es gibt sicher auch genügend Bürgermeister, die gesalzene Beilagen nicht verschmähen. Vor allem dann nicht, wenn sie dabei nicht beobachtet werden.

Egal ob die Würste nun Wiener, Salzburger, Regensburger oder Lyoner heißen. Die Zubereitung nach Art »Augsburger Bürokrat« ist eine deftige, mit gesalzener Beilage. Mahlzeit!

Abschnitt 1 von 1

Es gibt mittlerweile dutzende Erwähnungen, Blogbeiträge und Artikel in Zeitungen zu diesem Fall. Hier nur ein paar wichtige ausgewählte Verweise:

Externe Verweise dieses Artikels wurden zuletzt am 28. November 2009 auf Relevanz geprüft.

Datum:
veröffentlicht am 26 November 2009, 23:46 MET.
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