Neue Demokratie im Netz?
Eine Kritik an den Visionen der Informationsgesellschaft
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Kurzbeschreibung von hyperkontext
Neue Demokratie im Netz? - Eine Kritik an den Visionen der Informationsgesellschaft
Das Buch ist die überarbeitete Dissertation des Autors, Jan-Felix Schrape (Gedankenstrich.org). Dementsprechend ist die Lektüre aufgebaut und beschäftigt sich erst mit Definitionen, dann Auswertung und Zusammenfassung empirischen Materials. Erst das letzte Dutzend dieser 216 Seiten widmet der Autor zusammenfassenden Schlussfolgerungen und Interpretationen.
Was nun quantitativ eher langatmig klingt und auch ich im Mittelteil mehr zum Querlesen überging, tut den aufgeregten, oft einseitig pathetischen Diskussionen im Web sicher gut.
Die Quintessenz seiner Interpretationen:
- Das Web beschleunigt zwar die Kommunikation in vielen Bereichen, erreicht aber nicht die breite Bevölkerung.
- Massenmedien werden als
Auswahlinstanzen in der sozialen Realitätskonstruktion keineswegs obsolet werden
[Abstract, Seite 9]. - Die Vorstellung einer Netzdemokratie, die sich durch vielfältige Themensetzungen und dadurch Dezentralisierung der Medienhoheit definieren würde, ist – und vor allem, wird es bleiben – das Pathos einer prozentual sehr kleinen Gruppe.
- Das Web könnte aber unter Umständen zu vollkommen anderen Veränderungen führen als zu denen, die wir heute vermuten.
Fazit: Wichtige und empfehlenswerte Lektüre eines Mediensoziologen, der die Sache mit dem Web-als-Demokratieinstrument empirisch breit analysiert und unaufgeregt interpretiert. Die beste Grundlage für objektivere Sichtweisen und sachliche Diskussionen, zumal ich an der ein oder anderen Schlussfolgerung des Autors Zweifel anmelde.
Buchrezension: Neue Demokratie im Netz? von Jan-Felix Schrape
vom 28. April 2011
Eine Kritik an den Visionen der Informationsgesellschaft, so der Untertitel zum Buch des Mediensoziologen Jan-Felix Schrape.
Quintessenz in einem Satz: Das Web beschleunigt zwar die Kommunikation in vielen Bereichen, erreicht aber nicht die breite Bevölkerung. Offen bleibt, unter welchen Bedingungen sich Prioritäten verschieben könnten oder warum persönliche Kommunikation nicht zur Wirklichkeitsbeschreibung beitragen sollte.
Fazit: Empfehlenswerte Lektüre mit rascher Halbwertszeit.
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