Die Zukunft der Arbeit

Viele werden etwas anderes tun

dieses Buch
Die Zukunft der Arbeit [hyperkontext | Leseliste]
Autor(en):
Peter Zellmann
ISBN-10:
3854852584
Weitere Daten:
Molden Verlag, 1. Auflage, März 2010
eingetragen am 17. Dezember 2010

Kurzbeschreibung von hyperkontext

Die Zukunft der Arbeit - Viele werden etwas anderes tun

Der Österreicher Peter Zellmann ist Freizeitpädagoge und Leiter eines Institutes für Freizeit- und Tourismusforschung. Populismus oder krude Thesen können dem Buchautor mit Sicherheit nicht nachgesagt werden. Das ist die lobenswerte Sicht. Die andere Seite der Medaille lässt sich mit den Worten, zu wenig Biss, kein roter Faden, beschreiben.

Wie subjektiv Berechnungen und Einschätzungen sein können zeigt sich auch daran, dass Internet und Web beim Autor überhaupt keine Rolle spielen und – offenbar geschuldet seiner Abstinenz – bestenfalls die Rolle eines Zeittöters einnehmen. Vermutlich eine fatale Unterlassung.

Das Werk baut auf den von Zellmann entwickelten gesellschaftlichen Zukunftsszenarien (aus österreichischer Sicht) auf, die er seit einigen Jahren entwickelt, immer wieder neu evaluiert und daraus Prozentsätze der Wahrscheinlichkeit des Eintreffens errechnet. Kurz gesagt: Das Resultat zu dem er derzeit kommt, eröffnet im Gesamten eine pessimistische Aussicht auf gesellschaftliche und politische Entwicklungen, auch wenn er es – wissenschaftlich vornehm – nie direkt so schreibt.

Die Sache wäre mit der Hälfte der Seitenzahl von knapp 300 durchaus ausreichend dokumentiert. Die zweite Hälfte des Buches verliert sich in Zahlen­spielereien, Interpretationen und Pamphleten, die sich mit zunehmender Länge in verwirrende, sogar widersprüchliche Aussagen verstricken – zwei Drittel haben Spaß an ihrer Arbeit (Seite 215 und 248), nur jeder Dritte kann im Beruf Ideen durchsetzen (Seite 234), Glückserleben in der Freizeit ist doppelt so hoch (54%) wie in der Arbeit (28%) (Seite 271). Also was jetzt. Ähnlich verschwurbelt ist übrigens auch ein Werk vom selben Autor aus dem Jahr 2007: Die Zukunftsfallen.

Das Buch hebt sich zwar angenehm von hippen Trendbüchern ab und das Modell der Zukunfts­szenarien ist durchaus beachtenswert, deswegen aber nicht zwingend eine Empfehlung.


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