Lüge als Prinzip
Aufrichtigkeit im Kapitalismus
- dieses Buch

- Buchtipp
- Lüge als Prinzip [hyperkontext | Leseliste]
Kurzbeschreibung von hyperkontext
Lüge als Prinzip - Aufrichtigkeit im Kapitalismus
Auf den ersten Blick hat dieses Buch vermeintlich nicht einmal im Hyperkontext Berührungspunkte mit dem Themenkreis dieser, meiner Website. Auf den zweiten Blick bietet das rund 200seitige Werk lehrreiche Verknüpfungen zum Web2.0.
Authentizität ist ein Leitwort unserer Epoche. Social-Media ermöglicht die ungefilterte Inszenierung. Letztendlich ist es eine Gratwanderung mit dem Narzissmus. Das Tagebuch löst den Brief als kulturelles Leitmedium ab
(Seite 151); Identität wird zur
(Seite 150), so beschreibt der Autor die Epoche, ohne über das Internet zu schreiben.Mache
, zum Maskenball des Narzissmus
Der Buchautor und Soziologe, Wolfgang Engler, versucht sich schonungslos den Wurzeln von Aufrichtigkeit, Lüge, Authentizität und Vertrauen im gesellschaftlichen Kontext zu nähern. Dabei geht er bis ins Europa des 17. und 18. Jahrhunderts zurück.
Beispielsweise erinnert die Beschreibung der verlogenen höfischen Kommunikation dann stellenweise an Abläufe in heutigen Unternehmen und Organisationen. Phasenweise verliert Engler aber den Fokus und streift in Belanglosigkeiten herum, zumindest aus meiner Sicht.
Meine Interpretation des Werkes:
Der Kapitalismus braucht eine moralische und starke soziale Komponente, sonst wird er höchstens noch als verhasstes, aufgezwungenes System durch die Reichen überleben.
Ergo: Gefahr im Verzug! Ein Wink mit dem Zaunpfahl; wohl mehr an die Zivilgesellschaft, als an die (derzeitigen) Politiker.
Empfehlenswert ist das Buch nur für Menschen, die übergreifend in die Tiefe gehen wollen und gerne konzentriert lesen.
- Blättern in Kategorie Buchtipp
- « nächster jüngerer Buchtipp
- nächster älterer Buchtipp »
Ähnliche Bücher
Leseliste Bücher
- « neuerer Eintrag
- Mensch. Nummer. Datensatz
- älterer Eintrag »
- Leitfaden Web-Usability

